Der bundesweit tätige Verein Hochstamm will unter dem Titel "Streuobstanbau als Archiv des kulturellen Erbes" einen Antrag zur Aufnahme von Streuobst in die Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes stellen.

Streuobstwiesen, wie sie in der Fränkischen Schweiz vielfach zu finden sind, seinen nach Ansicht des Vereins ein prägender Bestandteil der Kulturlandschaft und spielten für die Biodiversität eine herausragende Rolle. Jedoch gehen die Bestände immer weiter zurück und damit verschwinden nicht nur die hochstämmigen, großkronigen Obstbäume selbst, sondern mit Ihnen auch zahlreiche alte Obstsorten, sowie das Wissen um die Pflege der Bäume und die Verarbeitung des Obstes zu Produkten wie Most, Bränden, Dörrobst oder Cidre.

Die Anerkennung von Streuobst als Immaterielles Kulturerbe soll nach Willen des Vereins mehr Aufmerksamkeit für diese gefährdeten Biotope generieren und somit dazu beitragen, die Bestände und die damit verbundene Kultur zu erhalten. Zudem würden die Bemühungen der oft ehrenamtlichen Streuost-Begeisterten zum Erhalt der Bestände gewürdigt.

Jeder könne mithelfen, den Antrag von Hochstamm Deutschland auf den Weg zu bringen, in dem er Ideen einbringt und Fragen beantwortet. Für all diejenigen, die das Vorhaben darüber hinaus unterstützen möchten, wurde auf der Internetseite www.hochstamm-deutschland.de eine Unterstützerliste angelegt, auf der sich bereits eine Viertelmillion Menschen eingetragen hat. Die Frist endet am Mittwoch,30. Oktober, an diesem Tag soll der Antrag eingereicht werden. red