Wer hätte das vor einem Monat noch gedacht? An der Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West kann es nochmal spannend werden. Denn vor dem 26. Spieltag führt der TSV Sonnefeld (zu Gast beim FSV Unterleiterbach/ Platz 13) "nur" noch mit fünf Zählern Vorsprung vor dem FC Oberhaid. Die Partie des Zweiten gegen den TSV Breitengüßbach wurde auf 3. Mai verlegt. Ein Derby steigt in Merkendorf, wo der SV (7.) den Vierten SpVgg Ebing zu Gast hat.

SV Merkendorf - SpVgg Ebing
Nachdem es für die Merkendorfer in den letzten beiden Runden gegen Teams aus dem hinteren Bereich ging, empfangen sie nun mit der SpVgg Ebing eine von drei Mannschaften, die um Platz 2 kämpft. Mit den Ergebnissen - jeweils zwei Unentschieden - konnte SV-Trainer Thomas Schulz nicht zufrieden sein. Insbesondere gegen den ASV Kleintettau schaffte es seine Elf trotz zweimaliger Führung nicht, die drei Punkte einzufahren. Doch die Motivation in Derbys dürfte eine bessere sein. Eine Steigerung ist auf jeden Fall nötig, um gegen die Gäste zu bestehen bzw. mithalten zu können. Denn die Ebinger Mannschaft von Coach Heiner Dumpert ist eine erfahrene Einheit und ruft Woche für Woche konstant gute Leistungen ab. So auch zuletzt bei der DJK Bamberg II, wo die "Abicher" trotz des Fehlens der Torjäger Jan Dippold und Peter Büttner, beide trafen zusammen bereits 18 mal, äußerst zielstrebig und abgeklärt mit 2:1 als Sieger den Kunstrasenplatz verließen. Favorit ist deshalb die SpVgg Ebing aber nicht. Ein enges Match wie beim 1:1 im Hinspiel ist wiederum realistisch.
FSV Unterleiterbach -
TSV Sonnefeld
Vor der wohl schwersten Aufgabe seiner noch ausstehenden Partien steht der FSV Unterleiterbach gegen die Sonnefelder. Nach der Übernahme des Traineramtes durch Tobias Eichhorn lief es für die Hausherren ganz gut. Aus der "englischen Woche" holten sie vier Punkte, was die Chancen auf den Klassenerhalt nährt. So ist das 0:5 beim TSV Mönchröden durchaus zu verschmerzen. Abhaken und neu konzentrieren auf einen aber übermächtigen Gegner! Doch gerade dies ist der Reiz dieser Begegnung, denn niemand rechnet mit Punkten für den FSV, der sich in der klaren Außenseiterrolle sieht. Doch die Gäste stehen unter Zugzwang. In den letzten drei Wochen ließen die Renk-Schützlinge acht Zähler liegen. Der TSV muss also dieses Spiel für sich entscheiden, damit sein Vorsprung nicht weiter schrumpft. Findet der heimische Coach eine Taktik, die dem Gegner Probleme bereitet? (Hinspiel: 0:1)
SpVgg Stegaurach -
TSV Mönchröden

Mit den Mönchrödenern stellt sich in Stegaurach ein Gegner vor, der sich nach seiner überraschenden Heimniederlage gegen Breitengüßbach nun mit dem hinteren Bereich beschäftigen muss. Nur vier Punkte steht die Hüttl-Truppe vor einem Relegationsplatz. Das junge Stegauracher Team von Trainer Mathias Ganzmann hat nach einem Zwischenspurt Anschluss an die Relegationsplätze gefunden, dem einzigen noch machbaren Saisonziel. Das 1:3 in Schammelsdorf war hierfür natürlich ein Rückschlag. Nun gilt es morgen wieder in die Spur zurückzufinden. Erfolge sind für die Stegauracher überlebenswichtig, und wenn nicht zuhause, wo dann? (Hinspiel 0:4)
FC Mitwitz - DJK Bamberg II
Mit 34 Punkten ist die Bayernliga-"Zweite" der DJK noch nicht aus dem Schneider. Zum direkten Klassenerhalt fehlen noch einige Zähler, nachdem die Nagel-Truppe im Heimspiel gegen die SpVgg Ebing nicht punkten konnte. Ob die Gäste aber gerade beim FC Mitwitz erfolgreich sein können, ist fraglich. Die Bamberger haben einen spielerisch guten und auch einsatzfreudigen Kader. Sie treffen auf einen Gegner, bei dem jüngst eine Serie von sechs ungeschlagenen Begegnungen zu Ende ging. Beim 2:3 in Breitengüßbach zog der FCM den Kürzeren. Doch zuhause sind die Mitwitzer eine Macht und vor eigenem Publikum noch ungeschlagen. (Hinspiel 0:5)
SV Bosporus Coburg -
TSV Schammelsdorf

Noch sechs Begegnungen bis Saisonschluss stehen für die Schammelsdorfer auf der Terminliste. Nur zwei davon steigen auswärts, eine davon heute um 16 Uhr (Fanbusabfahrt 13.30 Uhr am Sportheim) bei Bosporus Coburg. Durch das 3:1 gegen den Mitkonkurrenten SpVgg Stegaurach hat der TSV wichtige Punkte gesammelt, am Ende über dem Strich zu stehen. Beim türkischen Club aus Coburg aber stehen die Schützlinge von Spielertrainer Dominik Kauder vor einer wesentlich schwereren Aufgabe. Die Hausherren können aufgrund ihrer veränderten Zielsetzung, es wird kein Spitzenplatz mehr angepeilt, in jedes Spiel ohne Druck gehen. Dies führte aber zu nicht konstanten Leistungen, was auch dem veränderten Personal geschuldet ist. Die Schammelsdorfer fahren also nicht chancenlos in die Vestestadt. (Hinspiel 1:1)