von unserem Mitarbeiter Philipp Fischer

Bad Staffelstein — Weißt du eigentlich, was du kaufst? Vielleicht ist dein Einkaufswagen oft voll mit Schnäppchen. Aber ist voll billig auch voll fair? "voll un(d)fair" ist das Thema des "etwas anderen Gottesdienstes" am Sonntag, 6. Juli, um 18 Uhr auf der Seebühne in Bad Staffelstein und damit der wohl größten Feier zum Jugendsonntag im Dekanat Lichtenfels.
Zum Gelingen tragen Jugendliche, die Ministranten aus Uetzing und die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) Bad Staffelstein bei. Dekanatsjugendpfarrer Georg Birkel und Gemeindereferentin Schwester Katharina Horn feiern den Gottesdienst, der in Kooperation mit dem Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) Lichtenfels stattfindet. Musikalisch gestaltet die Open-Air-Feier die Döringstadter Band "Friedensnetz". Alle wollen zum Nachdenken und kritischen Konsum anregen - mit Gedanken, Texten und szenischem Spiel, mit Lagerfeuer, Stockbrot, alkoholfreien Cocktails und Verkauf von fair gehandelten Produkten.
"Geschäftsleute wollen maximale Gewinne erwirtschaften, Kunden so wenig wie möglich ausgeben - das geht nicht auf. Kehrseite der Super-billig-Preise sind schlechte Arbeitsbedingungen, fehlende Gesundheitsvorsorge, mangelhafte Ernährung und fehlende Arbeiterrechte in den Billig-Lohn-Ländern", definiert Diözesanjugendpfarrer Detlef Pötzl.

Faire Preise für gute Arbeit

"Eine Lösung bietet der faire Handel: Die Produzenten erhalten faire Preise für gute Arbeit. Der Kunde erhält qualitativ hochwertige Produkte und leistet einen Beitrag für ein bisschen mehr Gerechtigkeit in dieser Welt." BDKJ-Diözesanvorstand Eva Fischer und Mitglied der Band "Friedensnetz" knüpft an: "Fair ist, wenn ein Produzent für sein Produkt einen angemessenen Preis bekommt, damit er ein menschenwürdiges Leben finanzieren kann, und nicht andere daran verdienen."
Der Jugendsonntagsgottesdienst auf der Seebühne am Sonntag um 18 Uhr unterstützt die Aktion "Unser Landkreis gemeinsam gegen Drogen" und findet bei Regen in der Stadtpfarrkirche St. Kilian statt.