Anlässlich seines 86. Geburtstag hat Rudi Jung zur Förderung des Kinder- und Jugendsports im Stadtgebiet Bischofsbesuch und für den Erhalt der Kirchenorgel der katholischen Stadtpfarrkirche St. Georg eine Stiftung aus seinem Privatvermögen errichtet.
In einem Festakt zeigte sich Bürgermeister Georg Seiffert erfreut über die großzügige Zuwendung, die für die Bischofsheimer Sportvereine und die Kirche ein Glücksfall sei. Für den Jubilar hatte er noch eine Überraschung parat: Jung wurde zum Ehrenbürger der Stadt Bischofsheim ernannt.
Rudi Jung ist in Bischofsheim geboren und aufgewachsen. Sein Urgroßvater war der letzte Polizeidiener Bischofsheims und hat mit der Amtsglocke die Bekanntmachungen ausgeschellt. Diese Amtsglocke wurde als Dauerleihgabe an Rudi Jung übergeben.
Als 23-Jähriger ging Rudi Jung nach Frankfurt, arbeite ein Jahr bei einer Immobilienfirma, bis er als Vertriebsmitarbeiter bei den Gelben Seiten begann und dies bis zur Rente fortführte. Gute Freunde machten ihn auf die Möglichkeit im Aktiengeschäft aufmerksam. Rudi Jung ging das Risiko ein und war dabei sehr erfolgreich. 1967 heiratete er seine Frau Karla, vor 32 Jahren zog es beide zurück nach Bischofsheim.


Vor einem Jahr entschlossen

Vor einem Jahr reifte der Entschluss, aus seinem Privatvermögen eine Stiftung für den Erhalt des Kinder- und Jugendsports in Bischofsheim zu errichten. Die Ausarbeitung der Satzung übernahm der Kämmerer Bischofsheims, Joachim Dierolf. Mittlerweile sei die Stiftung von der Regierung von Unterfranken und dem Finanzamt anerkannt. Die Verwaltung der Stiftung übernimmt die Stadt Bischofsheim.
Da ihm die Verbundenheit mit Vereinen und Sportarten wichtig ist, werden diese in der Stiftungssatzung explizit genannt. Dies sind der VfR Stadt Bischofsheim, der RWV Haselbach, der WSV Oberweißenbrunn und der TSV Bischofsheim.
Das letzte Wort oblag Rudi Jung, der sich überwältigt von der Ehrung zeigte. "Unser Ehe blieb leider kinderlos. Wir sind ohne direkte Nachkommen geblieben und möchten uns daher gemeinnützig engagieren", fasste er seine Beweggründe und die seiner Frau zusammen.