Bamberg — "Zur Zeit bin ich - Restbestand meiner seit 1959 bestehenden Aktivität in der Sektion Bamberg des DAV - Wanderführerin für Seniorenwanderungen". So beendete Hiltrud Meier ihre Dankesworte als geehrte Jubilarin und bot damit ein eindrucksvolles Beispiel für die Ursache, dass der DAV Bamberg mit 5500 Mitgliedern zu den größten Vereinen Oberfrankens zählt. Die Angebote der Sektion für Senioren, für Mountinbiker, Sportkletterer, Skifahrer, Höhlenforscher, Hochalpine und Mittelgebirgler sind Garant dafür, dass die Begeisterung für die Idee, in diesem Verein in einer der vielen Varianten der Natur zu begegnen, bis ins hohe Alter trägt, Garant ist für die Treue zur Sektion.
Zweiter Vorsitzender Reiner Schröbel hatte die Ehrung für 25-, 40-, 50-, 60- und sogar 70-jährige Treue zum Alpenverein übernommen und Alpenveilchen sowie Ehrennadeln überreicht. Harald Keiling, Referent für Ausbildung und Klettern, gab einen Überblick über die Erfolge der Wettkampfgruppen im Ski- und Klettersport. Charlotte Hahn und Ida Söldner sind inzwischen bekannte Größen im Kletterbereich, Urzilla Guillermo reihte sich als Jugendlicher beim Deutschen Bouldercup in Frankfurt in die Spitzengruppe der Männer ein und konnte als Boulderer in der Jugend B die Bayerische Meisterschaft 2014 für sich entscheiden.
Ein weiteres Beispiel für die Breite der Idee, die den Verein zu solch hohen Mitgliederzahlen führt, bot die Ehrung der Gewinner des Fotogipfels 2014. Edgar Krapp, Referent für Vorträge, hatte im von der Bastelgruppe weihnachtlich geschmückten großen Saal des Ruderclubs eine Bildwand erstellt, die einen großartigen Überblick vermittelte über die Beschäftigung mit unserer Umwelt. In den Kategorien "die Gebirge", "Alpinismus", "Unsere Heimat" und "von Nah" umriss die Ausstellung der Bilder, die die hochkarätig besetzte Jury für die Veröffentlichung bestimmt hatte, genau wieder die Welt, in der sich ein Mitglied des Alpenvereins bewegt: Pflanzen und Tiere stehen im Fokus ebenso wie Landschaften, Berge, Sport, Menschen, ihre Kultur und Feste. Nur einem Sieger gelang es, die Juroren voll zu überzeugen und einen ersten Preis zu gewinnen: Lutz Müller mit dem Foto: "Sattelträgerschrecke", einem seltenen Insekt in der Kategorie "von nah". Im Bildungshaus St. Otto werden die Bilder der Öffentlichkeit präsentiert.
Vorsitzender Klaus Müller hatte in seinen Begrüßungsworten nach dem Dank für die langjährige Treue der zu Ehrenden auch die große Breite der Mitglieder der Sektion betont: Alle gesellschaftlichen Schichten, Jung und Alt, bieten mit ihren Beiträgen die Gewähr dafür, dass der Verein seiner Verantwortung gerecht werden kann. Mit einem kurzen Vergleich zwischen der Fröhlichkeit und Zufriedenheit der Menschen am Sambesi in Afrika, die er einige Wochen zuvor bei einer Expeditionsreise erleben durfte, und europäischen Ansprüchen, mit denen wir gerade in der Vorweihnachtszeit konfrontiert werden, hatte er die adventliche Stunde sehr nachdenklich begonnen. Die passende, ruhige musikalische Umrahmung der Feier durch den Musikverein Hallstadt und der Verkauf von Erzeugnissen der Bastelgruppe zu Gunsten der Maria Ward Stiftung war für viele Besucher Anlass, noch länger zu bleiben und sich auszutauschen und das Vereinsleben nachhaltig zu pflegen.
Franz Schmitt