Bad Staffelstein — Pfarrer Georg Birkel machte zum Anfang des Aussendungsgottesdienstes am Dreikönigstag in der Stadtpfarrkirche St. Kilian den Sternsingern ein Kompliment. Er freute sich, dass die Kinder und Jugendlichen so früh aufgestanden sind und sich noch vor dem Gottesdienst haben ankleiden lassen. Bereits am vergangenen Sonntag fand eine Messe statt, in der erste Sternsinger-Gruppen ausgesandt wurden. Insgesamt waren 22 Gruppen mit über 80 Teilnehmern in der Stadt und in den Ortsteilen unterwegs. Insgesamt wurden bei der Straßensammlung 16 936 Euro gesammelt.

Leibspeise: Schnitzel mit Pommes

Pfarrer Georg Birkel betonte, dass es im Vorfeld viel zu organisieren und vorzubereiten gäbe, bis die Sternsinger vor dem und am Dreikönigstag von Haus zu Haus gingen, um für arme Kinder Spenden zu sammeln. "Ihr macht Dienst für die Menschen und bringt das, was jeder spüren kann, den Segen zu in die Familien", sagte der Pfarrer. Das Motto in diesem Jahr lautet: "Segen bringen, Segen sein. Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit."
Der Geistliche fragte die Kinder nach ihrer Leibspeise. Etwas zögerlich bekam er von einem Kind die Antwort: Schnitzel mit Pommes. "Stellt euch vor, Ihr habt Geburtstag und kommt von der Schule heim und freut euch auf euer Leibgericht. Anstatt eines Mittagessens liegt ein Zettel auf dem Tisch auf dem steht: Dein Essen findest du im Kochbuch auf Seite 22. Im Evangelium steht: Brot, das wir jeden Tag brauchen - und Gott bringt uns das Brot", sagte Birkel.
Der Pfarrer erzählte weiter: "Kluge Konstrukteure entwickelten eine Maschine, um das Reiskorn von seiner Schale zu trennen, damit alle Menschen auf der Erde zu essen hätten und satt würden. Der Reis war nach der Behandlung wunderbar weiß. Alle Menschen, die davon aßen, wurden bald krank und ganz krumm. Es stellte sich heraus, dass der weiße Reis durch die Trennung von seiner Schale seine Nährstoffe verloren hatte. Von diesem Zeitpunkt an, entdeckten Wissenschaftler die Vitamine. Vitamin B hat im Sprachgebrauch noch eine andere Bedeutung", sagte Birkel.

"Vitamin B zu Gott"

Es bedeute zum Beispiel, wenn jemand unter der Hand Geschäfte macht. "Vitamin B - diese Beziehung haltet Ihr zu Gott aufrecht, mit dem was Ihr tut und dass Gottes Segen durch euch zu den Menschen kommt, sagte der Geistliche.
Bei den Fürbitten legten die Sternsinger einige Gegenstände am Altar ab. Ein Korb mit Essen stand für ausgewogene Ernährung. Beim Ablegen von Krug mit Wasser wurde für die gebetet, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Die Büchse für Geld steht für die Spenden und ein Schulbuch für Bildung, da es immer noch Kinder auf der Welt gibt, die keine Schule besuchen können. Weiter legten die Sternsinger eine Erste-Hilfe-Tasche, die für eine ausreichende medizinische Versorgung steht, sowie ein Herz, das das Mitgefühl unter den Menschen symbolisieren soll, ab. Zum Abschluss erhielten die Sternsinger ihre Symbole, die sie mit sich führen. Der Stern, der den Stern von Bethlehem darstellt, die Kreide, um den Segen sichtbar zu machen und die Sammelbüchse, um Spenden für Kinder in fernen Ländern zu sammeln. Bevor die Mädchen und Buben aus der Pfarrkirche auszogen, sangen sie noch das Lied: "Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir kommen geführt von Gottes Hand. Wir wünschen euch ein gesegnetes Jahr: Kaspar, Melchior und Balthasar." Am späten Abend versammelten sich die Sternsinger noch zu einer Abschlussandacht. Thomas Hümmer