von unserer Mitarbeiterin  Evi Seeger

Steppach/München — Werner Dallner, "Vater" und Hauptmacher des Wettbewerbs, lag genau richtig: "Silber", war seine Meinung, nachdem am vergangenen Donnerstag die Kommission im Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" Steppach bewertet hatte. Und Silber wurde es tatsächlich. Trotzdem schade, denn für Steppach ist der Wettbewerb damit erst einmal zu Ende.
Am Montag um 14 Uhr wurde das Ergebnis aus München per Fax im Rathaus erwartet. Bürgermeister Hans Beck (Wählerblock Sambach) hatte dazu die maßgeblichen Köpfe aus Steppach ins Rathausfoyer eingeladen. Um 14.30 Uhr war es dann soweit: Die Spannung stieg, als eine Rathausmitarbeiterin das Ergebnis im verschlossenen Umschlag brachte. "Ganz gleich wie es ausgeht, Sieger sind wir alle", betonte Beck noch bevor er das Ergebnis kannte. Der Wettbewerb habe soviel für Steppach und für die gesamte Gemeinde gebracht. Der Gemeindechef nannte die vielen Neupflanzungen und die Pflege der Anlagen, die Zusammenarbeit des gesamten Dorfes und die Anwesen, die für den Wettbewerb auf Hochglanz gebracht wurden. Als "etwas ganz Außergewöhnliches" bezeichnete er die Wiederbelebung der Steppacher Felsenkeller. Sollte es für Steppach kein Gold geben, sei es dennoch ein großer Erfolg.

Nicht lange grübeln

Beck bat die Steppacher darum, in diesem Fall nicht nach Ursachen und Gründen zu suchen, sondern sich einfach darüber zu freuen, soweit gekommen zu sein. Stellvertretend für das gesamte Team dankte er Luise Stirnweiß, der Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins, und Werner Dallner.
Gold gab es im Landeswettbewerb für Geldersheim, Kreis Schweinfurt, Hirnsberg, Landkreis Rosenheim, Meinheim, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Perlesreut, Landkreis Freyung-Grafenau. Die Gold-Dörfer werden Bayern im nächsten Jahr beim Bundesentscheid vertreten.
Mit Silber wurden - neben Steppach - Döringstadt, Landkreis Lichtenfels, Gaisthal, Landkreis Schwandorf, Moosdorf, Landkreis Cham, Neudrossenfeld, Landkreis Kulmbach, Schönau, Landkreis Rosenheim, Schönbrunn, Landkreis Wunsiedel und Seeg, Landkreis Ostallgäu ausgezeichnet.
Eine Bewertungskommission mit 15 Fachleuten aus Verbänden, Institutionen, Kommunen und Ministerien hatte die insgesamt 18 Siegerdörfer aus den Regierungsbezirken vor der Entscheidung intensiv begutachtet.
An dem Wettbewerb, der alle drei Jahre stattfindet, hatten sich landesweit 327 Dörfern beteiligt. In über 50 Jahren haben sich fast 27 000 bayerische Dörfer an dem Wettbewerb beteiligt. Während in der Nachkriegszeit mehr das äußere Erscheinungsbild im Mittelpunkt stand, liegen die Schwerpunkte heute auf Nachhaltigkeit, Zusammenarbeit, Ökologie und Wirtschaft.
Alle Detailinformationen zum Wettbewerb "Unser Dorf ..." gibt es unter www.dorfwettbewerb.bayern.de. red