Samnaun — Wieder eine tolle Leistung zeigte die Superlangstreckenläuferin Stephanie Lieb beim Salomon-4-Trails mit Start in Garmisch-Partenkirchen und Ziel im schweizerischen Samnaun. Die Eckdaten: Drei Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz), vier Etappen, fünf Orte, rund 160 Kilometer sowie knapp 10 000 Höhenmeter im Aufstieg. Stephanie Lieb, seit vielen Jahren auf den langen Strecken erfolgreich unterwegs, stellte sich diesem besonderen Laufabenteuer. Die Lautertalerin legte täglich zwischen 31 und 46 Kilometer zurück.
Neben der enormen sportlichen Herausforderung über spektakuläre Trails, die eine Alpenüberquerung mit sich bringt, bietet dieser Lauf auch einmalige Landschaften und unvergessliche Naturerlebnisse. Die Route führte von Garmisch über Ehrwald, Imst und Landeck nach Samnaun. Das Laufen wird durch die vorgeschriebene Rettungsdecke, warme und regendichte Kleidung und Erste-Hilfe-Set im Rucksack noch erschwert. Diese Ausrüstung stellte sich an den vier Tagen als sehr wichtig heraus. Es regnete, bis auf einige kurze Momente beinahe durchgehend und die Temperaturen an den höchsten Punkten der Strecke waren nahe dem Gefrierpunkt. Alpine Erfahrung, Trittsicherheit, Orientierungsfähigkeit bei schlechter Sicht sowie eine gute Verfassung waren deshalb unerlässlich.
Stephanie Lieb lief die vier Etappen gemeinsam mit Harald Fiedler aus Theisau in der Gesamtzeit von 24:56 Stunden, was im international stark besetzten Starterfeld Rang 8 in der Kategorie "Masters Women" (über 40 Jahre) und Rang 17 aller Frauen bedeutete. Jens Dittrich aus Coburg und Silvio Schweinsberg aus Streufdorf beendeten diese vier harten Tage in 29:46 Stunden. "Für mich waren diese Tage in den Alpen ein wichtiger Teil meiner Vorbereitung auf meinen Saisonhöhepunkt im September, dem ,Tor des Geants' im italienischen Aostatal", sagte Lieb. Dort gilt es dann, 330 Kilometer am Stück mit 24 000 Höhenmetern zu absolvieren.