Mit der Vergabe der Schulbuslinien für das Schuljahr 2017/18 befassten die Mitglieder des Schulverbands Hetzles-Kleinsendelbach-Dormitz in der jüngsten Sitzung. Von zwölf angefragten Busunternehmen hatten nur vier geantwortet. Zwei von ihnen konnten aber nicht berücksichtigt werden, da sie die in der Ausschreibung geforderten Kriterien nicht erfüllten. Das Unternehmen Kraus aus Forchheim hätte eigentlich als wirtschaftlichster Anbieter den Zuschlag erhalten müssen.
In der vorangegangenen Diskussion selektierten die Räte noch einmal die Ausschreibungskriterien. Die Firma Kraus hatte in ihrer Berechnung zusätzliche Fachunterrichtsfahrten wie auch Fahrten zum Schwimmunterricht berücksichtigt. Rektorin Susanne Krieger bestätigte auf Nachfrage, dass zusätzliche Fahrten eher zunehmen, aus heutiger Sicht jedoch noch nicht beziffert werden können.
Mit 2:2 Stimmen wurde der Zuschlag für das Unternehmen Kraus aus Forchheim aber abgelehnt. Bürgermeister Franz Schmidtlein veranlasste das zu der Bemerkung: "Dann fahren die Kinder aus Hetzles und Kleinsendelbach im Schuljahr 2017/18 mit dem Fahrrad."
Das ein örtlicher Anbieter in Dormitz nicht berücksichtigt wurde, dürfte der Anlass dieses Abstimmungsergebnisses sein. Vorsitzende Gertrud Werner machte noch einmal deutlich, dass bei der Ausschreibung alle Bewerber die gleichen Kriterien hatten und der wirtschaftlichste nun berücksichtigt werden. Nachträglich könnte nicht teilweise ein weiterer Bewerber berücksichtigt werden.
Die Konsequenz daraus ist, dass für das kommende Schuljahr keine Beförderung für die Kinder besteht. In der kontroversen Diskussion konnte von der ablehnenden Seite auch kein Plan B gezeigt werden. "Wir werden die Rechtsaufsicht beim Landratsamt Forchheim beauftragen, den Beschluss zu prüfen" sagte Bürgermeisterin Werner. Höchstwahrscheinlich wird es eine neue Ausschreibung geben. "Hoffentlich müssen wir uns nicht mit Schadensersatzansprüchen, wegen entgangenen Gewinns auseinandersetzen", merkte Bürgermeister Schmidtlein zum Schluss an.


Sanierungsbedarf

Susanne Krieger, Schulleiterin der Grundschule Dormitz-Hetzles, wies in der Verbandsversammlung darauf hin, dass die Außensportanlage in Hetzles in so desolaten Zustand sei, dass kein Sportunterricht möglich sei. Die Anlage müsste sicherheitstechnisch dringend überprüft werden. Die Weitsprunganlage entspreche nicht den Vorgaben, die Laufbahn und das Sprungbrett entsprächen nicht der Norm. In der Sprunggrube fänden sich immer wieder Hundekot und Glasscherben. "Normalerweise müsste die Außensportanlage gesperrt werden" meint Susanne Krieger. Bürgermeister Schmidtlein weist darauf hin, dass nicht die Gemeinde Hetzles dafür zuständig ist, sondern der Schulverband.