In Hallstadt haben Unbekannte am Donnerstagabend vorbeifahrende Züge mit Steinen beworfen. Erst in der vergangenen Woche war es nahe dem Tatort bereits zu Steinwürfen auf Züge gekommen. Der Bundespolizei liegt eine vage Personenbeschreibung eines mutmaßlichen Täters.


Glück im Unglück

Wie berichtet bewarfen Unbekannte am 23. und 24. März im Norden von Bamberg - auf Höhe der Kleingartenanlage am Gleisdreieck - zwei vorbeifahrende Züge mit Steinen. In einem Fall war nur durch Glück das Wurfgeschoss nicht in das Wageninnere eingedrungen. Nur rund einen Kilometer vom damaligen Tatort entfernt kam es am Donnerstag erneut zu zwei derartigen Fällen. Um 19.20 Uhr passierte ein nach Nürnberg fahrender Regionalexpress den Bahnhof Hallstadt, als ein Stein die Frontscheibe des Führerstandes traf. Die Scheibe hielt glücklicherweise stand, zersplitterte jedoch auf einer Fläche von etwa 20 Quadratzentimetern. Nur zehn Minuten später wurde ein am Bahnhof Hallstadt haltender Zug der Agilis-Bahn beworfen. Hierbei verursachte der oder die Täter lediglich Lackabsplitterungen. Eine Fensterscheibe wurde nicht getroffen.


Vage Täterbeschreibung

Alarmierte Bundespolizisten suchten den Bahnhof Hallstadt ab, konnten jedoch keine verdächtigen Personen antreffen. Aus Sicherheitsgründen wurde zudem vorübergehend angewiesen, dass Züge den Bahnhof Hallstadt nur noch im verlangsamten Tempo durchfahren durften. Der Polizei liegt die vage Beschreibung eines Jugendlichen vor, der sich zur Tatzeit in Begleitung zweier Mädchen am Bahnhof aufhielt und als möglicher Täter in Betracht kommt. Es handelt sich dabei um einen 15- bis 17-Jährigen. Er war dunkel gekleidet und trug eine dunkle Schirmmütze. Wer Angaben über die drei Jugendlichen oder andere sachdienliche Hinweise geben kann, wird dringend gebeten, sich bei der Bundespolizei unter Telefon 0931/322590 zu melden.
Die Bundespolizei ermittelt in allen vier Fällen wegen Sachbeschädigung sowie gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und warnt ausdrücklich vor den möglichen Folgen derartiger Steinwürfe. Sollten die Wurfgeschosse in das Wageninnere eindringen, könnten Reisende erheblich verletzt werden. red