Steinbach am Wald — Bis zum Oktober 2016 sollen alle Bürger der Gemeinde Steinbach am Wald ein schnelleres Internet haben. Mit der Vertragsunterzeichnung fiel gestern im Rathaus der Startschuss für den Breitbandausbau.
Die Deutsche Telekom hatte die Ausschreibung für den Internet-Ausbau in Steinbach gewonnen. Wie Andreas Rudloff im Beisein der Presse erläuterte, stehen in einem Jahr Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Hierzu werden rund 8,7 Kilometer Glasfaser verlegt und elf Multifunktionsgehäuse aufgestellt oder mit neuer Technik ausgestattet.
Laut Rudloff steht nun die Feinplanung an. Sobald alle Leitungen verlegt und die Multifunktionsgehäuse aufgestellt seien, erfolge die Anbindung ans Netz. Je näher die Glasfaserleitung an die Kundenanschlüsse heranreiche, desto höher werde auch die Geschwindigkeit sein.
Die Glasfaser werde deshalb bis in die Multifunktionsgehäuse verlegt, "den großen grauen Kästen am Straßenrand, die eine Art Mini-Vermittlungsstelle sind". Darin werde das Licht- in ein elektronisches Signal gewandelt und über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.
Den Vorteil beschrieb der Telekom-Experte so: "Die Nutzer werden gleichzeitig über den Anschluss telefonieren, surfen und fernsehen können. Die hohe Datenrate von VDSL verkürzt zudem die Ladezeiten von Webseiten und Dokumenten erheblich."


Eigenanteil bei 70 000 Euro

"Ich strahle um die Wette mit der Sonne", sagte Bürgermeister Klaus Löffler. Rund 716 000 Euro koste der Breitbandausbau, die Deckungslücke liege bei 349 700 Euro. Hiervon übernehme der Freistaat 80 Prozent. "Für die Gemeinde fällt ein Eigenanteil von 69 946 Euro an", so Löffler.
Der Bürgermeister bedankte sich beim Freistaat Bayern für die Einrichtung des Breitband-Förderprogramms. Steinbach sei künftig in Sachen Internet gut aufgestellt. vs