von unserem Mitarbeiter  Ralf Naumann

Haßfurt — Außer Spesen nichts gewesen. Auch bei ihrem zweiten Auswärtsspiel binnen 22 Stunden in der Eishockey-Landesliga Nord/Ost konnten die Haßfurter "Hawks" ihre Pleitenserie nicht stoppen und kassierten beim TSV Trostberg mit 5:7 (3:1, 0:4, 2:2) ihre mittlerweile fünfte Saisonniederlage. Doch anders als in Inzell bot der ESC Haßfurt eine "ordentliche Leistung", wie Sportlicher Leiter Martin Reichert betonte.
Ob ein Teilerfolg oder sogar ein Sieg möglich gewesen wäre, hätten Sascha Petrojannis, Fabian Kohn und Adrian Persch noch mitgewirkt, sei dahingestellt. Fakt ist, dass die drei Neuzugänge "aus disziplinarischen Gründen" nicht im Kader standen. Und weil auch noch Phillip Mauder (Nackenprobleme) fehlte, standen Trainer Lubos Thür gerade noch zehn Feldspieler zur Verfügung. "Wir haben mit nur zwei Reihen gespielt, und die Jungs haben sich ganz anders präsentiert als am Vortag", sagte Reichert. Diesmal habe es am Einsatz und am Willen nichts zu kritisieren gegeben. Ursächlich für die Niederlage seien vielmehr die vielen Strafzeiten gewesen, welche die Haßfurter vor allem im Mittelabschnitt kassierten. "Unterzahl hat uns heute umgebracht", brachte es Reichert auf den Punkt, auch wenn die Haßfurter insgesamt nur vier Strafminuten mehr kassierten als die Gastgeber.
Nach 20 Minuten dagegen schienen die Weichen zunächst auf Auswärtssieg gestellt, denn Martin Stelcich (9., 11.) und Max Hildenbrand (15.) sorgten bei einem Gegentreffer von Florian Wehler (1.) für eine ansehnliche 3:1-Führung. Im zweiten Drittel musste Schlussmann Martin Hildenbrand dann jedoch gleich vier Mal hinter sich greifen, als Mitspieler von ihm immer wieder auf der Strafbank Platz nehmen mussten. "Da haben wir uns das Spiel eigentlich selbst kaputt gemacht", ärgerte sich Reichert über insgesamt fünf Hinausstellungen.
Vom 4:6-Rückstand nach dem verkorksten Mittelabschnitt, den die Trostberger zur Freude der fast 500 Zuschauer klar mit 4:0 für sich entschieden, ließen sich die "Hawks" jedoch nicht beunruhigen und ließen - anders als in Inzell - sowohl kämpferisch als auch läuferisch nicht locker. Doch weil bei den Hausherren Oleg Matveenko (44.) und Marco Habereder (58.) trafen, waren die Haßfurter Tore von Hannes Eller (45.) sowie Kapitän Phillip Bates 24 Sekunden vor dem Ende letztlich wirkungslos.
Ob Petrojannis, Kohn und Persch am kommenden Wochenende in Amberg und gegen Pegnitz wieder im Aufgebot stehen, soll unter der Woche entschieden werden. "Ob sich noch eine Konsequenz daraus ergibt? Könnte durchaus sein. Es ist noch nicht abgeschlossen", erklärte Martin Reichert dazu.
ESC Haßfurt: Mar. Hildenbrand, Platten - Schorr, Stahl, Rambacher, Ziegler - Eller, Nold, Zösch, Bates, Max Hildenbrand, Stelcich / SR: Bertel, Gschwendtner / Zuschauer: 500 (davon 40 aus Haßfurt) / Tore für Haßfurt: Stelcich (2), Max Hildenbrand, Eller, Bates / Strafzeiten: Trostberg 16 / Haßfurt 20