Die Kenner der Fußballszene in der Bezirksliga Oberfranken. West sind sich einig. Der klar führende Spitzenreiter TSV Sonnefeld wird diese Position aufgrund seiner Qualität im Normalfall nicht mehr abgeben. So geht es im oberen Bereich nur noch um den begehrten Relegationsplatz zur Landesliga. Die besten Aussichten hierfür haben vor dem 22. Spieltag der Zweite SpVgg Ebing (gegen TSV Mönchröden/9.), der FC Oberhaid (3.), der den Letzten TV Ebern erwartet, und der TSV Ebensfeld (4.), der zur SpVgg Stegaurach (15.) muss.

SpVgg Ebing -
TSV Mönchröden

Zwei Rivalen treffen in diesem Spiel aufeinander, die sich in der Vergangenheit immer enge Matches geliefert haben, wobei meist der TSV Mönchröden vor den Ebingern stand. Dies ist derzeit anders, denn die "Mönche" spielen im Kampf um die vorderen Ränge derzeit keine Rolle. Mit Platz 9 aufgrund von vier Niederlagen in Serie direkt vor der Winterpause stehen sie im bedeutungslosen Mittelfeld. Doch ein Erfolgserlebnis feierten die Hüttl-Schützlinge jüngst beim 4:0 gegen den ASV Kleintettau. Dennoch bleibt der TSV eine kleine Wundertüte.
Sehr viel konstanter tritt da schon die SpVgg Ebing auf, auch wenn sie zuletzt in Schammelsdorf beim 0:0 zwei Zähler liegen ließ. Da die Hausherren Platz 2 zum Saisonende im Blick haben, müssen die Jungs von Trainer Heiner Dumpert jede Begegnung mit voller Konzentration angehen. Die mannschaftliche Geschlossenheit und der Heimvorteil sprechen aber dafür, dass man der SpVgg die besseren Siegchancen einräumen kann. Das Hinspiel gewann die SpVgg mit 2:1.
FC Oberhaid - TV Ebern
Auch wenn es für die Oberhaider gegen den Tabellenletzten geht und dies zu Hause, im "Vorübergehen" werden die Stretz-Schütlzinge diese drei Punkte nicht mitnehmen. Kutzelmann & Co. waren bei Bosporus Coburg in der Verwertung ihrer Torchancen sehr effektiv und gewannen verdient mit 3:0. Dies sollte aber nicht dazu führen, die weit abgeschlagenen Unterfranken zu unterschätzen. Jedenfalls müssen die Oberhaider davon ausgehen, dass die Mannschaft von Spielertrainer Johannes Fischer trotz der prekären Situation sich noch nicht aufgegeben hat. Doch spricht alles für den nächsten "Dreier" des FCO, der alle Vorteile - starke Abwehr, torgefährliche Stürmer - auf seiner Seite hat. Ein Remis wie beim 0:0 im Hinspiel wäre nicht nur für FCO-Trainer Alex Stretz eine herbe Enttäuschung.
SpVgg Stegaurach -
TSV Ebensfeld

Der Tabellenvierte aus Ebensfeld hat durch die 0:2-Niederlage vor zwei Wochen beim FSV Unterleiterbach wertvollen Boden in Richtung Relegations-Aufstiegsplatz verloren. Doch die Gunreben-Schützlinge steckten diese Niederlage gut weg. Gegen die technisch versierte DJK Bamberg II (3:1) gelangten sie wieder in die Erfolgsspur. Mit den Stegaurachern trifft der TSV erneut auf einen Kontrahenten aus dem Keller. Das junge Team von SpVgg-Trainer Mathias Ganzmann steht seit Saisonbeginn mit dem Rücken zur Wand. Den Klassenerhalt zu erreichen, wird für die Hausherren eminent schwer. Einen Schritt hierfür gelang den Stegaurachern vor Wochenfrist mit dem 1:0-Sieg gegen den Mitkonkurrenten FSV Unterleiterbach. Dies setzt bekanntlich zusätzliche Kräfte frei. Doch der Favorit dieser Partie heißt Ebensfeld. Wird es wieder ein knappes Ergebnis wie beim 1:0-Sieg des TSV in der Hinrunde?

SV Merkendorf -
DJK Bamberg II

Ein Mittelfeldderby steht in Merkendorf auf dem Programm. Für beide Mannschaften geht nach oben realistisch nicht mehr viel. Andererseits brauchen sie sich aber auch keine Abstiegssorgen machen. Dieser entledigten sich die Hausherren mit einer starken Serie vor der Winterpause. Die Bamberger gerieten in diesen Sog noch nicht. Eine Art Luxus also, dass diese Begegnung unter keinen Zwängen zu leiden hat, also befreit aufgespielt werden kann. Die Jungs des neuen DJK-Trainers "Jupp" Nagel sind bekannt für gepflegtes technisches Auftreten, wenn man sie lässt. Dass der Gegner nicht ins Rollen kommt, ist die Aufgabe des SVM. Gleichzeitig muss Merkendorfs Trainer Thomas Schulz eine Taktik finden, die eigene Offensive ins Spiel zu bringen. Für die Bayernliga-"Zweite" dürfte das Minimalziel ein Remis wie beim 1:1 im Hinspiel sein.
FSV Unterleiterbach -
Bosporus Coburg

Nach dem 0:1 in Stegaurach geht für die Mannen von TSV- Coach Lutvi Jefkay der Abstiegskampf mit unverminderter Schärfe weiter. Dies nun gegen eine Mannschaft, die sich im gesicherten Mittelfeld der Tabelle bewegt, aber eine Schlappe zu verdauen hat. Gegen den FC Oberhaid verloren die Coburger zu Hause klar mit 0:3. Es ist anzunehmen, dass das türkische Team diesmal ein ganz anderes Gesicht zeigt, insbesondere im Abwehrbereich besser steht. Die Defensive muss auch für den FSV die Basis für den Erfolg sein. Aus einer kompakten Abwehr die Vorstöße suchen, dies gelingt dem FSV meist schon gut. Aber beim Torabschluss haben die Leiterbacher ihre Probleme. Auf eigenem Platz will der FSV wichtige Punkte zum Klassenerhalt einfahren und sich für die 1:4-Hinspielniederlage revanchieren.

TSV Marktzeuln -
TSV Breitengüßbach

22 Punkte stehen auf dem Konto der Breitengüßbacher, keinen davon konnte die Herl-Truppe aus den letzten fünf Partien einfahren. Damit hat der Abstiegskampf für die Gäste endgültig begonnen, auch wenn sie erst 18 Spiele absolviert haben. Ebenso viele Begegnungen hat der TSV Marktzeuln bestritten, steht aber mit gerade mal 16 Zählern auf dem schlechtesten Relegationsrang. Doch in Marktzeuln zu bestehen, wird für die Akteure um Waldemar Mayer und Stefan Herl schwer. Denn die Hausherren riefen nach der Winterpause gute Leistungen ab, holten einen Punkt gegen Mönchröden und waren auch beim TSV Sonnefeld (0:1) nahe am Ausgleich, konnten aber einen Strafstoß nicht verwandeln (Hinspiel: 2:3).

FC Mitwitz -
TSV Schammelsdorf

Mit einem ganz anderen Selbstwertgefühl werden die Schammelsdorfer die Fahrt nach Mitwitz antreten. Denn nun wissen sie, dass sie auch auswärts Punkte einfahren können. Dies ist überlebenswichtig in dieser Klasse, da Heimspiele nicht gleichzeitig drei Punkte bedeuten. Nach dem 0:0 gegen die SpVgg Ebing war TSV-Spielertrainer Dominik Kauder aber sehr zufrieden mit dem Remis. Danach stand die Vorbereitung auf dieses Match an, das Kauder als ebenso schwere Aufgabe ansieht. Beim Tabellenfünften hängen die Trauben sehr hoch. Immerhin 17 seiner 31 Zähler sammelte der FCM zu Hause ein. Mit einer Siegesserie könnten die Hausherren zudem sogar noch in den Kampf um Platz 2 eingreifen. Eine gute Mannschaftsleistung wird die Basis für die Gäste sein, nicht wie beim 2:3 im Hinspiel wieder leer auszugehen.
Fanbus-Abfahrt: Sportheim 13.30 Uhr, Brauerei Knoblach 13.40 Uhr.