Wir schreiben das Jahr 1552. Es ist ein kalter, stürmischer Oktoberabend. Katharina Luther betritt die Stadtkirche in Wittenberg. Sie will Abschied nehmen, morgen geht es nach Torgau. Die Pest steht wieder vor der Tür - Käthe flieht erneut in der Hoffnung auf sichere Gefilde, wie so oft in den letzten Jahren.


Eine dunkle Vorahnung

Noch weiß sie nicht, dass es ihr letzter Abend im Vollbesitz ihrer Kräfte ist, aber eine dunkle Vorahnung überkommt sie. Und so denkt sie über ihr Leben nach, alleine mit sich, im Gespräch mit Gott und ihrem verstorbenen Ehemann Martin Luther.
Katharina Lutherin - von Bora ist Vorbild und Herausforderung gleichermaßen. Im Reformationsjahr 2017 kommt sie uns wieder nahe und beeindruckt uns mit ihrer Kraft, ihrem festen Glauben, ihrem Durchhaltevermögen und ihrem Pragmatismus. Vor diesem Hintergrund entfaltet Heike Bauer-Banzhaf ihr selbstgeschriebenes starkes Kirchen-Stück "Mein lieber Herr Käthe - die Erinnerungen der Katharina Luther - von Bora" am Sonntag, 5. November, um 18 Uhr in der Großgarnstadter Kirche. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten. Vor und nach der Aufführung gibt es Snacks und Getränke im evangelischen Gemeindehaus gegenüber.


Humor und Cleverness

Selbst ernste Themen würzt Heike Bauer-Banzhaf als Autorin mit der nötigen Prise Humor und Cleverness, um der vielschichtigen und komplexen Persönlichkeit Katharina Luthers gerecht zu werden. Als Schauspielerin ist Bauer-Banzhaf in jeder Hinsicht ausdrucksstark und differenziert zugleich. Ihre Katharina ist von herzerfrischender Direktheit. Dabei legt sie Wert darauf, die Klugheit, Zuversicht und positive Eigen-Willigkeit der Lutherin zum Ausdruck zu bringen. red