In Münnerstadt hat man sich entschieden, den Schottergärten in der Zukunft ein Ende zu bereiten, in Bad Kissingen ist der Weg dorthin noch etwas steinig. Der Öko-Stammtisch von Bündnis 90/ Die Grünen möchte eine Veranstaltung vorbereiten, die folgenden Titel tragen könnte: "Naturgärten für jeden - insektenfreundlich und pflegeleicht". Eine Planung soll für das nächste Frühjahr erfolgen, da das Jahr schon fortgeschritten ist und als wichtiges Thema der Radentscheid ansteht. Auch im Kissinger Öko-Stammtisch spiegelt sich die Vielfalt des Bündnisses Radentscheid Bayern wider: Dort sind Bündnis 90/Die Grünen, ödp, Die Linke, BUND und VCD vertreten.

Warum ein Volksbegehren zu diesem Thema? Die Staatsregierung hat 2017 versprochen, den bayernweiten Radverkehrsanteil bis 2025 von zehn auf 20 Prozent zu verdoppeln. Bis jetzt ist der Radverkehrsanteil aber nur um rund einen Prozentpunkt auf elf Prozent gestiegen. Um das eigentliche Ziel aber zu erreichen, bedürfe es einer gesetzlichen Grundlage für einen ausgewogenen Ausbau von Radwegen, Abstellanlagen und Radmitnahmemöglichkeiten.

Gerade im ländlichen Raum fehlt ein den Gegebenheiten angepasstes Alltagsradwegenetz. Städte wie Bamberg oder Nürnberg hatten schon einen eigenen Radentscheid initiiert, hieß es beim Stammtisch. Mobilität sei aber ein Thema für ganz Bayern und dürfe nicht Stadt und Land trennen, sondern verbinden.

An die Anwesenden wurden Unterschriftenlisten verteilt und darauf hingewiesen, dass die Listen im Rathaus des eigenen Wohnortes geprüft und nur dort gezählt werden. Deshalb dürfen sich immer nur Menschen aus einer Stadt/Gemeinde auf einer Unterschriftenliste eintragen.

Neben dem Sammeln von Unterschriften wollen die Anwesenden auch Kontakt zu weiteren Unterstützerorganisationen aufnehmen, um ein lokales Bündnis zu schaffen.

Der nächste Öko-Stammtisch ist wieder für den dritten Dienstag im Monat geplant, also am 19. Juli.