Christiane Reuther Viel Zeit, sehr viel Zeit nahm sich Landtagspräsidentin Barbara Stamm bei ihrem Besuch im Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt in Knetzgau. Das "Café awoccino" des Seniorenzentrums, welches für Veranstaltungen verschiedenster Art bereitgestellt wird, war gut besetzt, und das Publikum folgte den Ausführungen der Politikerin gebannt. Dabei schöpfte Barbara Stamm aus einem 42-jährigen politischen Erfahrensschatz.

Auf Einladung des CSU-Kreisvorsitzenden Steffen Vogel und Mark Zehe vom CSU-Ortsverband Knetzgau war Stamm bereits eine Stunde vor ihrem anberaumten Vortrag gekommen, um mit den Bewohnern des Seniorenzentrums ins Gespräch zu kommen. Denn den Menschen stellte die Politikerin auch in den Mittelpunkt ihrer anschaulichen Ausführungen. "Mittendrin im Leben", so stellte schließlich Quartiersmanagerin Annika Kuhbandner die Einrichtung vor, in der man baulich vor drei Jahren angekommen sei.

Für die Landtagspräsidentin sei es wichtig, die schwächsten der Gesellschaft, zu denen ihrer Meinung nach vor allem ältere Menschen zählen, nicht zu vergessen. Deshalb fand es Stamm auch gut, dass durch die Verbindung zwischen der Einrichtung und der Gemeinde eine Verwurzelung der älteren Menschen ermöglicht wird, um so mit der Heimat in Verbindung zu bleiben und Freundschaften zu pflegen.

Auf die Würde des Menschen angesichts gesellschaftlicher Veränderungen ging Stamm genauso ein wie auf die Pflegeproblematik. "Zeit füreinander zu haben" sei für sie schlechthin das Credo in punkto Pflege. Technik und Digitalisierung sind demnach im Pflegebereich wichtig, aber noch wichtiger ist es, dass die älteren Menschen noch eine "warme Hand spüren dürfen".

Eine attraktive Stärkung des ländlichen Raums mit der ärztlichen Versorgung waren ebenso Themen des Vortrags, wie die Rahmenbedingungen für die Pflege. Stamm ging ferner auf das Pflegegeld, die Wertigkeit der Familie sowie auf die Entwicklungen in der Gesellschaft ein, um mit der Pflege der Zukunft mit einem zwingenden Handlungsschwerpunkt abzuschließen.

Über eine Stunde entzündete Stamm ein Feuer für ein soziales und menschliches Miteinander, wofür sie ihren Dank an alle, die in der Pflege tätig sind, mit einschloss. Für Fragen aus dem Publikum nahm sie sich genauso Zeit, wie für das persönliche Gespräch beim anschließenden gemeinsamen Mittagstisch.