Das aktuelle Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Bayern ist in den letzten Wochen rückläufig. Auf Grundlage der aktuellen Risikobewertung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist eine bayernweite präventive Stallpflicht zum Schutz vor der Geflügelpest (HPAI) - auch Vogelgrippe genannt - nicht mehr erforderlich. Das teilt das Bayerische Umweltministerium mit und hat die Kreisverwaltungsbehörden deshalb gebeten, die Maßnahmen zum Schutz des Nutzgeflügels an die aktuelle Lage anzupassen, informiert das Landratsamt in einer Pressemeldung. Ab sofort gibt es nur noch eine örtlich begrenzte Aufstallungspflicht bei neuen Nachweisen der Geflügelpest. Für den Landkreis kann damit die allgemeine Stallpflicht für Geflügel aufgehoben werden. Die erhöhten Biosicherheitsmaßnahmen für alle Geflügelhaltungen, also auch in Kleinbetrieben und Hobbyhaltungen seien weiter zu beachten. Die Allgemeinverfügung für den Landkreis wird entsprechend angepasst und im nächsten Amtsblatt veröffentlicht.

Meldungen ans Veterinäramt

Um eine erneute größere Ausbreitung der Geflügelpest in der Wildvogelpopulation rasch zu erkennen, führt Bayern das bestehende Wildvogelmonitoring intensiv weiter und beobachtet die Situation genau. Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bislang nicht bekannt geworden. Enger Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte dennoch vermieden und tot aufgefundene Wildvögel sollten nicht berührt oder bewegt werden. Meldungen über verendet aufgefundenes Wassergeflügel und Greifvögel nimmt das Veterinäramt weiterhin unter Tel.: 0971/801 70 29 oder per E-Mail lmue-vet@kg.de entgegen.

In Bayern wurde die Geflügelpest bei Wildenten erstmalig im November 2020 im Landkreis Passau nachgewiesen. Insgesamt wurden in Bayern seitdem 57 Fälle bei Wildvögeln und 12 Haus- / Nutzgeflügelbeständen nachgewiesen (Stand: 27.04.2021). In Deutschland sind über 1400 Fälle von Geflügelpest festgestellt worden. red