Über viele Jahrzehnte wurde die Trinkwasserversorgung des Stadtteils Lösau durch eine private Wassergemeinschaft sichergestellt. Mitglieder waren die Bürger von Lösau. Die Wassergewinnung erfolgte über drei Quellen. Aufgrund hygienischer Beeinträchtigung mussten diese aufgelassen werden. Die Wasserlieferung erfolgte in den vergangenen Jahren über den Zweckverband Rodacher Gruppe.

Da es sich um eine sehr komplexe und verantwortungsvolle Aufgabe handelt, trat die Wassergemeinschaft an die Stadtwerke mit der Bitte heran, die Trinkwasserversorgung für Lösau zu übernehmen. Ein entsprechender Antrag wurde an den Werkausschuss der Stadtwerke gestellt.

Das Gremium beschloss auf Empfehlung von Oberbürgermeister Henry Schramm, den Anschluss der Trinkwasserversorgung von Lösau an das öffentliche Trinkwassernetz in den Wirtschaftsplan 2019 einzuplanen.

Förderung bewilligt

Mit Abschluss der Baumaßnahmen für das Übergabebauwerk, die Verbundleitung zum Ortsnetz und einen Druckminderschacht sowie der Übernahme durch die Stadtwerke löst sich die Wassergemeinschaft Lösau einvernehmlich auf. Voraussichtlich ab der 50. Kalenderwoche geht die Lieferung auf die Stadtwerke über.

Der von den Stadtwerken gestellte Antrag auf Härtefallförderung für den Erstanschluss an die öffentliche Trinkwasserversorgung war mit Bescheid vom 11. April 2019 genehmigt worden. Förderfähig sind die Verbundleitung zwischen dem Zweckverband Rodacher Gruppe und dem Stadtteil Lösau sowie die Planungskosten mit 50 Prozent der Ausführungskosten. Die Zuwendung beträgt etwa 110 000 Euro netto, die Gesamtkosten liegen bei rund 220 000 Euro.

Die Stadtwerke Kulmbach freuen sich, den Anwohnern von Lösau mit dieser Baumaßnahme zum Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz eine zukunftssichere Versorgungslösung bereitstellen zu können. Ziel des Werkausschusses ist es, auch die ländlichen Bereiche des Stadtgebiets attraktiv für die Bewohner und vor allem auch für junge Leute zu gestalten. red