von unserer Mitarbeiterin 
Susanne Deuerling

Nordhalben — Diskutiert wurde im Nordhalbener Marktgemeinderat, ob man beim Stadtumbaumanagement in eine Ruhephase eintreten sollte.
Rudolf Ruf (CSU) meinte, es werde nie gelingen, dass ein Büro die Probleme in Nordhalben lösen könne. Die Abschlusspräsentation des Büros Planwerk in der Sitzung vom 7. April überzeugte ihn nicht. Es habe gute Ansätze gegeben, aber irgendwie sei alles verzettelt und nichts zum Abschluss gebracht worden. "In Zukunft müssen wir Schwerpunkte heraussuchen, uns einig werden, auf was wir uns konzentrieren und dies zusammen mit dem Büro verwirklichen", betonte Ruf.
Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) schloss sich diesen Worten an. Er sagte auch auf Anfrage von Ralf Ellinger (FW), dass eine Ruhephase keinerlei Nachteile bezüglich der Konsolidierung bringe. "Wir steigen ja nicht aus der Kooperation Oberes Rodachtal aus, sondern gehen nur beim Stadtumbaumanagement in eine Ruhephase", meinte Pöhnlein.
Michael Wunder (CSU) regte an, wenigstens im kleinen Rahmen weiterzumachen. Er meinte, dass die Beratung für Privatpersonen schon vorteilhaft gewesen wäre. Michael Franz (SPD) zeigte Verständnis für die Ruhephase. Es sei gut, dass Regierung und die anderen beiden Kommunen dies akzeptieren.

"Wir gehen dadurch rückwärts"

Im Bezug auf das Sanierungsgebiet sagte er, dass es eventuell eine Möglichkeit gäbe, dies zu umgehen und auf einzelne Liegenschaften das Augenmerk legen zu können. Eigentlich sei diese Möglichkeit Sache des Büros Planwerk gewesen. Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) sagte zu, sich dahingehend zu informieren. Hans Blinzler (CSU) war gegen ein Ruhephase, da er hier nur Nachteile für Nordhalben sah. "Wir gehen dadurch rückwärts und in zwei Jahren stehen wir auch nicht anders da", meinte Blinzler.
Für Bernd Daum (FW) ist klar, dass Planwerk etwas allein gelassen wurde, die Vorgaben aus Nordhalben seien zu dürftig gewesen und so konnten keine konkreten "Baustellen" fertiggestellt werden. "Wir brauchen einen Neustart, müssen sagen, was wollen wir und wie können wir es umsetzten", sagte Daum. Manfred Köstner (CSU) prangerte an, dass Bürgermeister Pöhnlein (FW) die finanziellen Ressourcen für Wasser und Kanal einsetzen wolle, hier müsste doch sowieso kostendeckend gearbeitet werden.
Doch für Pöhnlein zählt nicht nur das, sondern noch viele andere Dinge, die erledigt werden müssen, vorrangig der Breitbandausbau. Mit vier Gegenstimmen wurde anschließend beschlossen, in eine Ruhephase des Stadtumbaumanagements zu gehen. Die Wiederaufnahme liegt dann im Ermessen des Gremiums.