Mehr als 200 Einsatzkräfte waren am Mittwochabend am Coburger Markt im Einsatz gewesen. Der Grund war ein Wohnungsbrand im Anwesen Markt 5 (wir berichteten).
Der Notruf war um um 16.49 Uhr in der Rettungsleitstelle eingegangen und hatte zunächst eine Rauchentwicklung an einem Heizkörper gemeldet. Die alarmierte Feuerwehr fand zunächst ein stark verqualmtes Treppenhaus vor und stieß in einer Wohnung im zweiten Stock auf ein offenes Feuer.
Dieses konnte von den Löschkräften allerdings schnell unter Kontrolle gebracht werden. Zehn Bewohner mussten dennoch aus dem Haus geholt und in Sicherheit gebracht werden. Eine junge Frau musste sogar über die Drehleiter gerettet werden, da das Treppenhaus zu stark verqualmt war. Zwei weitere dort gemeldete Personen galten zwischenzeitlich als vermisst - wurden aber schnell außerhalb Coburgs ausfindig gemacht.


Beherzter Einsatz

Bei den Löscharbeiten stellte sich heraus, dass auch in der Decke der betroffenen Wohnung weitere Brandnester loderten. Im angrenzenden Anwesen Judengasse 1A wurde ebenfalls starke Rauchentwicklung gemeldet. Ein Brandherd dort konnte aber am späten Abend noch ausgeschlossen werden. Allerdings mussten auch die Bewohner dieses Gebäudes aus Sicherheitsgründen ihre Wohnungen verlassen.
Die Löscharbeiten dauerten bis in den späten Abend an. Stadtbrandrat Ingolf Stöckl: "Zu Beginn sah es nach einem sehr kritischen Szenario aus. Die Entwicklung des Brandes war völlig offen. Dem beherzten Einsatz der Rettungskräfte ist es zu verdanken, dass wir hier mit einem blauen Auge davongekommen sind."
Noch am Abend hat die Kriminalpolizei Coburg die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und einen Brandfahnder angefordert.
Eine Brandwache der Feuerwehr (siehe Bericht oben) sicherte über die Nacht den Einsatzort. Der Schaden beläuft sich mindestens auf 200 000 Euro. Ein Teil der Wohnungen am Markt 5 sind zunächst auf längere Zeit nicht bewohnbar. ct