Die Stadt Herzogenaurach und die Agenda 21 Herzogenaurach rufen gemeinsam alle Bürger, Unternehmen und Vereine in Herzogenaurach auf, Bäume zu spenden und sich damit für den Klimaschutz und mehr Grün in der Stadt zu engagieren. Ziel der Aktion ist es laut einer Pressemitteilung der Stadt, innerhalb von drei Jahren 1000 Bäume im Stadtgebiet zu pflanzen. Interessierte können für 150 Euro, 600 Euro oder 1200 Euro einen Baum spenden oder aber auch einen Standort für einen gespendeten Baum bereitstellen.

1. Wie funktioniert die Baumspende?
Der Baumstifter kann in einer Baumliste und einer Baumkarte, die auf der Internetseite der Stadt Herzogenaurach (www.herzogenaurach.de/tausendbaeume) eingestellt sind, einsehen, welche Baumstandorte, Baumarten und Baumgrößen noch frei für eine Spende sind. Ist der passende Standort und die gewünschte Baumart gefunden, ist eine ebenfalls auf der Internetseite bereitgestellte Spendenerklärung auszufüllen und unterzeichnet an die Stadt zu schicken. Diese bestellt anschließend den Baum und organisiert die Pflanzung. Pflanzperioden sind im Herbst und Frühjahr (Ende Oktober bis Ende April des darauffolgenden Jahres).

2. Was kostet ein Baum?
Je nach Größe des Baumes wurden drei Pauschalpreise definiert: Obstbäume mit einem Stammumfang von acht bis zehn Zentimetern sind für 150 Euro zu haben, Laubbäume mit einem Stammdurchmesser von 14 bis 16 Zentimetern kosten 600 Euro und Straßenbäume mit einem Stammdurchmesser von 20 bis 25 Zentimetern schlagen mit 1200 Euro zu Buche.
Die Pauschalen sind Durchschnittswerte für die Gesamtkosten der Pflanzung. Sie beinhalten die Vorbereitung der Pflanzgrube und die Pflanzung, die Kosten für den Baum sowie für die fünfjährige Pflege.
Insbesondere bei Straßenbäumen macht die sorgfältige Vorbereitung des Standortes den größten Anteil der Pflanzkosten aus. Die Pflanzgrube muss zunächst ausgehoben und mit einem speziellen Pflanzsubstrat aufgefüllt werden. Anschließend werden Pfähle zur Verankerung des Baumes gesetzt, die den jungen Baum in den ersten zwei Jahren vor Windwurf und Schrägstellung schützen. Erst dann kann der Baum gepflanzt werden.
Damit sich der gespendete Baum gut entwickeln kann, muss er regelmäßig und ausreichend gewässert werden. Obstbäume erhalten einen Erziehungsschnitt. Auf Wunsch kann ein Schild mit dem Namen des Spenders für 50 Euro angebracht werden und der Baumstifter bei der Pflanzung anwesend sein.

3. Wo werden die Bäume gepflanzt?
Um gespendete Bäume pflanzen zu können, werden Standorte gesucht. Es kann sich dabei um öffentliche Flächen (Grünflächen, Straßenränder) oder auch Privatgrund im gesamten Stadtgebiet (Innenstadt und Ortsteile) handeln. Wichtig ist, dass am Standort langfristig keine andere Nutzung geplant ist. Bürger, aber auch Unternehmen und Vereine, die auf ihren Grundstücken Platz für Bäume bieten können, werden aufgerufen, einen Standort für gespendete Bäume zur Verfügung zu stellen. Bäume auf Privatgrund werden ebenfalls aus Spenden finanziert, gehen dann aber in das Eigentum des Grundstücksbesitzers über. Er ist dann für die weitere Pflege des Baumes verantwortlich.
Der Golfclub Herzogenaurach beispielsweise bietet für die Aktion auf seiner weitläufigen Anlage Platz für insgesamt 90 Bäume an. Nach den Vorstellungen von Vizepräsident Siegfried Tretter und Head-Greenkeeper Heiko Kuhstrebe können die Obst- und Laubbäume dort entlang der öffentlichen Wege gepflanzt werden. Auf dem katholischen Friedhof und im Pfarrgarten der katholischen Pfarrgemeinde St. Magdalena ließen sich laut Pfarrer Helmut Hetzel weitere Bäume pflanzen.

4. Wann werden die ersten Bäume gepflanzt?
Am Donnerstag, 13. April, um 17 Uhr wird Bürgermeister German Hacker (SPD) gemeinsam mit Johannes Kollinger von der Agenda 21 und Vertretern der Ökofest-Initiative die ersten Bäume (Kugelkirschen) in der Tuchmachergasse pflanzen. red