Während sich die Schülerinnen und Schüler in den Sommerferien befinden, laufen hinter den Kulissen schon die Vorbereitungen für das neue Schuljahr. Rund 550 Kinder werden neu eingeschult. "Damit bestätigt sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre", sagte Bürgermeister Christian Lange. Der Referent für Bildung, Kultur und Sport rechnet auch für die nächsten Jahre mit steigenden Zahlen. "Die Bevölkerung Bambergs wächst - und damit auch die Zahl der Kinder." Umso wichtiger sei es, die Schulen ebenso wie die Kindertageseinrichtungen auf diese Herausforderung vorzubereiten.
Bei der vom städtischen Immobilienmanagement in Absprache mit dem Schulverwaltungsamt vorbereiteten Schulhausbegehung mit dem Stadtrat werde im September gemeinsam festgestellt, wo der dringendste Investitionsbedarf bestehe. Die Gesamtinvestionssumme der Stadt Bamberg im Schulbereich liegt in diesem Jahr bei rund 27 Millionen Euro. Allein für den Brandschutz, den Bauunterhalt und insbesondere für die energetische Sanierung der Martinsschule werden insgesamt 7,4 Millionen Euro ausgegeben. Fast ebenso groß sind die Investitionen des Zweckverbands Gymnasien. Diese liegen bei rund 7 Millionen Euro, wobei die Schwerpunkte heuer beim Clavius-Gymnasium, Franz-Ludwig-Gymnasium und dem E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium liegen.


Teilsanierung in Bug verschoben

Hingegen musste die für die Sommerferien geplante Teilsanierung des Schulhauses in Bug um ein Jahr verschoben werden, weil die erforderlichen Förderbescheide der Regierung von Oberfranken noch nicht vorliegen. Da eine Durchführung der Arbeiten während des Schulbetriebs nicht möglich ist, können die Baumaßnahmen erst im kommenden Sommer durchgeführt werden. Das Schulhaus in Bug ist Teil der Kaulbergschule. Insgesamt 900 000 Euro will die Stadt Bamberg in das über 50 Jahre alte Gebäude investieren. Lange betonte zugleich, an den Schulstandorten in Bug und Wildensorg festhalten zu wollen. "Wir halten uns an die Zusagen, die vor 45 Jahren bei der Eingemeindung der damals unabhängigen Gemeinden Bug, Wildensorg und Gaustadt gemacht wurden."
Der Schulreferent möchte des Weiteren bei den anstehenden Haushaltsberatungen erreichen, dass neben den Sondertöpfen für Inklusion und die Sanierung von Sanitäranlagen auch eine feste Summe für Maßnahmen zur Akustik-Verbesserung festgelegt wird. "Viele unserer Schulgebäude sind alt. Damals wurde nicht so sehr darauf geachtet, dass ein zu hoher Lärmpegel durch schlechte Akustik negativ für den Lernerfolg ist. Deshalb müssen wir bei den Sanierungen, die wir durchführen, auch in diesem Bereich tätig werden", betonte er. Erfreulich sei es, dass es dem städtischen Immobilienmanagement gelungen sei, bei der laufenden Teilsanierung der Gangolfschule entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik umzusetzen.
Besonders hob Lange hervor, dass die Stadt Bamberg dank der Unterstützung des Freistaats Bayern das offene Ganztagesangebot ausweiten kann. So wird an der Heidelsteigschule ab September eine zweite Gruppe eingerichtet. Ferner gibt es ein offenes Ganztagesangebot an der Hugo-von-Trimberg-Schule.


Container für Heidelsteigschule

Ebenfalls genehmigt wurde in der letzten Sitzung des Finanzsenats die Anschaffung und Aufstellung von Containern für die Heidelsteigschule, um dort die neue Ganztagsgruppe unterzubringen. Die Schule im Bamberger Norden hat bereits im Schuljahr 2015/16 an der Pilotphase der Offenen Ganztagsschule im Grundschulbereich teilgenommen. "Offen" bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler freiwillig nach dem planmäßigen Unterricht am Vormittag ein Ganztagesangebot nutzen. Zuvor gab es in Bamberg nur die gebundene Ganztagsschule - und zwar an der Gangolfschule. Bei diesem Angebot haben sämtliche Schülerinnen und Schüler einer Klasse einen festen Stundenplan sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag.
Ebenfalls Fortschritte macht der Ausbau der Mittagsbetreuung. Ab September werden es 15 statt bisher zwölf Gruppen zu je 25 Kindern an den staatlichen Grundschulen im Stadtgebiet sein. "Das ist eine Steigerung um ein Viertel", teilte Bürgermeister Lange zufrieden mit und bedankte sich zugleich beim Stadtrat, der durch die Erhöhung der Eigenbeteiligung dafür die finanziellen Weichen gestellt hat. red