Heiligenstadt — Die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) sieht in der künftigen Nachtdienst-Regelung für Pflegeheime eine wichtige Verbesserung auch für die Pflegekräfte.
Huml betonte am Mittwoch anlässlich eines Besuchs des Pflegezentrums Tabea-Leinleitertal im oberfränkischen Heiligenstadt: "Im Nachtdienst kann es jederzeit zu einem Notfall kommen. Das können Stürze sein, aber auch lebensbedrohliche Situationen wie Schlaganfälle und Herzinfarkte."
Nur mit ausreichendem Personal kann laut Huml den Bewohnern, deren Angehörigen und den Pflegekräften das Gefühl der Sicherheit gegeben werden. Dies schreibt das Staatsministerium in einer Pressemitteilung. "In der Vergangenheit haben uns bayerische Pflegekräfte immer wieder von Überlastungssituationen durch Einzeldienste in der Nacht berichtet", sagte Huml weiter.

Maximal 40 Bewohner

Die neue Regelung werde dazu führen, dass der Nachtdienst ausreichend besetzt sei. Künftig muss mindestens eine Pflegekraft für 30 bis maximal 40 Bewohner anwesend sein.Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium hat sich laut Huml bereits in der Vergangenheit für Verbesserungen der Personalschlüssel eingesetzt.
"So hat auf unsere Initiative die Landespflegesatzkommission die Personalschlüssel zum Januar 2014 erhöht. Ab dem Jahr 2016 sind weitere Verbesserungen vorgesehen", sagte Huml. Die Ministerin fügte hinzu, das Tabea-Leinleitertal-Pflegezentrum zeige beispielhaft, wie man sich erfolgreich an demografische Veränderungen anpassen könne. "Seit fast 40 Jahren stehen hier die Türen für diejenigen Menschen offen, die nicht mehr allein zu Hause leben können und auf pflegerische Unterstützung angewiesen sind", sagte sie.
Die Einrichtung ist mit 126 Pflegeplätzen die größte und zugleich auch eine der ältesten im Landkreis Bamberg. Sie sei aus Heiligenstadt nicht wegzudenken und bestens für die Zukunft gerüstet. red