Die Luft wird für den SSV Kasendorf im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Landesliga Nordost allmälich dünn. Am vergangenen Spieltag musste sich die Truppe von Spielertrainer Markus Taschner nach einer indiskutablen Leistung gegen den ASV Veitrsbronn/Siegelsdorf mit 1:6 geschlagen geben. Der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz ist nach dieser Pleite auf fünf Punkte geschmolzen.
Für das einzige Tor des SSV sorgte Matthias Pistor in der 28. Minute. Die Kasendorfer waren das ganze Spiel über zu schwach in den Zweikämpfen und ließen den letzten Biss vermissen. Zur Halbzeit stand es zwar nur 1:2, doch in Durchgang 2 kam es noch schlimmer. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff kassierten die Gäste das 1:3 und ließen in der Folge die Köpfe hängen. Frei nach dem Motto "Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu" sorgte Taschner selbst mit einem Eigentor für den Schlusspunkt in dieser desaströsen Partie aus Sicht des SSV.
Am morgigen Sonntag, 1. Mai, 15 Uhr, empfangen die Kasendorfer nun die SpVgg Selbitz, die derzeit in der Tabelle auf dem achten Platz angesiedelt ist und neun Punkte Vorsprung auf die SSV-Elf hat. Und dieser Gegner ist ein richtig harter Brocken, davon zeugt die Statistik: Die Spielvereinigung hat seit dem 16. Oktober 2015 kein Ligaspiel mehr verloren. Die letzte Niederlage brachte der TSV Neudrossenfeld den Selbitzern bei (0:7). Die haben sechs ihrer sieben Saison-Pleiten auswärts kassiert, eine Statistik, die den Kasendorfern Mut machen dürfte.
Im Sturm sind die Selbitzer schwer einzuschätzen, da zahlreiche Spieler immer wieder für ein Tor gut sind. Dazu gehören natürlich die Toptorjäger Sebastian Schott (10 Treffer) und Fabian Elbl (9 Treffer). Doch auch Kevin Winter (6), Pascal Hager (4) und Daniel Cavelius (4) strahlen jede Menge Torgefahr aus.
Die Abwehr hingegen zeigt sich nicht immer sattelfest. Die 50 Gegentreffer sind der mit Abstand schlechteste Wert in der oberen Tabellenhälfte. Hier müssen die Kasendorfer den Hebel ansetzen. Wenn die Mannschaft bissiger auftritt als zuletzt und wenn es gelingt, die "Pistorleros" vorne in Szene zu setzen, dann ist alles drin. Ein Sieg wäre indes für den SSV enorm wichtig, da die Mannschaft im Idealfall sogar auf Rang 9 vorrücken könnte, Niederlagen der anderen Teams vorausgesetzt. Für die Kasendorfer geht es jetzt darum, im Abstiegskampf ein Zeichen zu setzen und an die guten Leistungen nach der Winterpause anzuknüpfen, als die Mannschaft in fünf Spielen hintereinander ungeschlagen blieb. red
SSV Kasendorf am Sonntag, 1. Mai, 15 Uhr, gegen SpVgg Selbitz mit: Eck, Dippold, Ellner, Fuchs, A. Pistor, Hollfelder, Sesselmann, Schorn, Hösch, Taschner, M. Pistor, Geldner, Grasgruber, Wirth