von unserem Mitarbeiter Frank Müller

Forchheim — Mit neun Athleten stellte der SSV Forchheim beim 7. Mainfrankentriathlon in Kitzingen die zweitgrößte Mannschaft. In der "heißesten Stadt Deutschlands" hieß es für fünf Jungs der 3. Herrenmannschaft des SSV, sich vom zehnten Platz in der Landesliga-Tabelle weiter zu verbessern. Der Start der insgesamt 65 Landesliga-Athleten erfolgte mit weiteren 200 Teilnehmern als Wasserstart im 23 Grad warmen Main. Nach 600 stromabwärts geschwommenen Metern waren mit Andreas Klupp (1.) und Harald John (4.) zwei SSVler hervorragend platziert. Auch Wolfgang Gößwein (25.), Michael Spudat (41.) und Jörg Heindl (45.) waren gut fürs Radfahren positioniert.


Brutaler Anstieg

Hier sollte sich allerdings die Spreu vom Weizen trennen. Nach fünf Kilometer flachem Anlauf wartete eine 12-Prozent-Steigung als Scharfrichter. Es hieß, mehr als 100 Höhenmeter auf nur 800 Metern zu überwinden. Selbst die Spitzenathleten nutzten die kleinsten Gänge ihrer Rennräder. Allerdings ist ihre Erholungsfähigkeit ausgeprägter, so dass sie auf der Flachpassage gleich wieder Druck auf die Pedale brachten. Die Forchheimer mit einem Altersschnitt jenseits der 40 Jahre konnten da nicht mithalten, sodass sie einige Plätze bis zum zweiten Wechsel einbüßten. Klupp als 19. verließ als bestplatzierter SSVler die Wechselzone. Drei Minuten später folgten Harald John (34.) und Wolfgang Gößwein (35.).
War im bisherigen Rennverlauf die hohe Temperatur nebensächlich, so sollte sie beim Fünf-Kilometer-Lauf eine Hauptrolle spielen. Gößwein konnte auf den ersten 1,5 Kilometern gleich zehn Kontrahenten überholen. Dies war aber für die Hitze scheinbar zu forsch, sodass er die letzten 500 Meter zur Wasserstation gehen musste. Dort half ihm eine kalte Dusche und ein Cola wieder auf die Beine, so dass er das Rennen wieder laufend aufnehmen konnte und nach für ihn enttäuschenden 22:08 Minuten den Wettkampf als 34. in 1:07:08 Stunden beendete. Drei Plätze und 35 Sekunden dahinter finishte John. Auch Spudat (45./1:09:25) und Heindl (51./1:11:03) lieferten ein für die Bedingungen ordentliches Ergebnis ab. Bester SSVler allerdings war Klupp, der auf der Laufstrecke relativ gut zurechtkam und in 1:04:21 Stunden als 20. das Ligarennen beendete. Als Mannschaft belegte das Team mit dem neunten Platz seine beste Saisonplatzierung, sodass Platz 10 von 13 Teams in der Abschlusstabelle erobert wurde.
In der Volksdistanz, welche zusammen mit der Landesliga gestartet wurde und die gleichen Strecken hatte, finishten fast zeitgleich Karin Krolikowski (1:17:12/ 5. W25) und Peter Landgraf (1:17:35/ 1. M60). Auf der olympischen Distanz waren Nadja Ludwig und Thimo Schwab vom SSV am Start. In seiner ersten Kurzdistanz zeigte Schwab vor allem beim Schwimmen (41.) eine tolle Leistung. Nach solidem Radfahren hatte er beim Laufen erhebliche Probleme und musste viele Athleten ziehen lassen. Dennoch finishte er mit einem Lächeln vor den Augen seines mitgereisten Fanclubs in 2:42:08 Stunden. Gut zwei Minuten dahinter lief Nadja Ludwig als 16. Dame durch Ziel. (2:44:16) Sie hatte sich nach Schwimmen und Radfahren mit der neuntbesten Laufzeit nach vorne gearbeitet.