Das Qualitätssiegel "Seniorenfreundlicher Verein" des Bayerischen Turnverbands (BTV) wurde jetzt der Sportvereinigung (Spvg) Ahorn verliehen. Bei einem Nachmittag mit Senioren im Sportheim des Vereins verlieh es Christine Busch, Mitglied im Landesfachausschusses des BTV "Gesundheit und Prävention" und stellvertretende Vorsitzende des Turngaus Coburg-Frankenwald. Die Spvg ist der zweite Verein in Oberfranken, der dieses Gütesiegel bekommt.
Dass die Spvg Ahorn dieses Siegel für herausragende Seniorenarbeit erhält, komme nicht von ungefähr, stellte Busch fest. Schon vor Jahrzehnten hätten Übungsleiter wie Gisela Hoch, Guido Berner, Heinz Triebel und auch Klaus Leonhardt den Grundstock für diese Auszeichnung gelegt.


Zielgerichtet

"Für Fitness und Teilhabe bis ins hohe Alter braucht es zielgerichtete und individuelle Angebote", schreibt Emilia Müller, Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration.
Diese Angebote seien bei der Spvg hervorragend vorhanden. Das Gütesiegel bestätige die besondere Qualität der sportlichen und außersportlichen Vereinsarbeit für ältere Mitglieder und den hohen Ausbildungs-Standart der Übungsleiter.
Das Siegel ist vier Jahre gültig.
Landrat Michael Busch freut sich, dass eine derartige Auszeichnung in den Landkreis Coburg komme. Die Spvg Ahorn habe es verdient, schließlich zeige sie sich seit Jahren innovativ.
Ahorns Bürgermeister Martin Finzel betonte, die Spvg leiste generationenverbindend tolle Vereinsarbeit.
Vereinsvorsitzender Klaus Leonhardt dankte allen Betreuern und Übungsleitern, die die Spvg zu einem Treffpunkt verschiedener Altersgruppen und Interessen ausgebaut hätten. Neben Mannschafts- und Individualsport werde auch Gesundheitssport angeboten.
"Sport hält jung", meint er. Daher habe der Verein 30 Prozent aktive Senioren über 65 Jahre, selbst über 80- und 90-Jährige seien dabei. Die Frauen-Gymnastik steht seit 52 Jahren auf dem Programm, verkündet Leonhardt stolz.
Gisela Hoch, die vor 35 Jahren ihre Gymnastikdamen übernahm, erinnert sich gern zurück: "Doch langsam wird's weniger. Waren es damals noch über 20 Frauen und Mädchen, sind es heute gerade noch acht."
Die Übungsleiterin verteilte kleine Erinnerungsgeschenke an die Damen ihrer Gymnastikgruppe.