Das Medical-Valley-Center Erlangen und das Unternehmen CEUS 500 haben Gesichtsvisiere produziert und teilweise bereits gespendet, um diejenigen zu unterstützen, die sich für die Eindämmung des Coronavirus engagieren. CEUS (Clevere Energie- und Speicherlösungen) ist ein Mieter des Centers und erfolgreich ausgegliedertes Unternehmen des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB). Normalerweise beschäftigen sich Geschäftsführer Raphael Chacon und sein Team mit Energiespeichern und Leistungselektronik. Als sie die Anfrage des Centers erhielten, sagten sie jedoch sofort zu.

"Wir wollten in dieser schwierigen Zeit einen kleinen Beitrag leisten. Bedingt durch Corona haben wir derzeit zwar viele Entwicklungsaufträge, die Produktionskapazitäten sind jedoch nicht ausgeschöpft", sagt Chacon. Durch den Auftrag des Centers wurde die Produktionsstätte wieder mehr ausgelastet und so auch die drohende Kurzarbeit vermieden.

Während die Materialkosten vom Center übernommen wurden, spendete CEUS die Arbeitszeit sowie die für die Herstellung notwendige Ausrüstung. Genutzt wurde das sogenannte Fuse Deposition Modelling, ein Verfahren aus dem Spektrum des 3D-Drucks. Auf diese Weise wurden mit relativ simplen Mitteln sehr hilfreiche Produkte hergestellt. Mit Visieren sind Sprechen und Essen leichter möglich als mit dem üblichen Mund-Nasen-Schutz. red