Eine 50-jährige Staffelteilnehmerin aus Burgkunstadt war nach plötzlich auftretenden gesundheitlichen Problemen auf der Straße zwischen Thurnau und Döllnitz mit ihrem Rad ins Trudeln gekommen und ohne Fremdeinwirkung gestürzt. Eine entgegenkommende Autofahrerin musste in den Graben fahren, um einen Zusammenstoß mit der Sportlerin noch zu vermeiden.
Wie Bernd Roßberg vom Organisationsteam mitteilt, hätte sich eine weitere Teilnehmerin aus Fürth, die Anästhesieschwester ist, sofort um die Verunglückte gekümmert und Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet. Die Polizei sperrte die Strecke für ihre Ermittlungen und die alarmierten Hilfskräfte sofort ab, so dass die folgenden Triathleten das Rennen beenden mussten. Sanitäter sowie Notarzt waren schnell vor Ort.
Die 50-Jährige wurde mit einer lebensbedrohlichen Hirnblutung, die nicht vom Sturz herrührte, zunächst ins Kulmbacher Klinikum gebracht, von dort in eine Spezialklinik nach Würzburg geflogen. "Wir kennen die Sportlerin sehr gut und beten für sie", sagt Bernd Roßberg.
Die schnellsten Männer waren bereits auf der Laufstrecke in Kulmbach, als gegen 11.30 Uhr die Nachricht im Zielbereich auf dem Mönchshofgelände eintraf, dass die Staatsstraße 2689 zwischen Thurnau und Döllnitz wegen eines schweren Unfalls mit einer Teilnehmerin gesperrt sei. Zunächst gab es keine konkreten Angaben dazu und das Rennen lief einige Zeit weiter. Aber immer mehr Rennradfahrer kamen mit der Nachricht in den Wechselbereich, sie wären von den Feuerwehrposten darüber informiert worden, dass das Rennen abgebrochen worden sei. Dies war, wie sich später herausstellte, vom Einsatzleiter der Polizei angeordnet worden.
Die Organisatoren des Kapuziner-Alkoholfrei-Triathlons um Ulrich Deichsel und Helmut Dorsch entschlossen sich dann, das Rennen für beendet zu erklären. "Wir als Veranstalter tragen zu 100 Prozent die getroffene Entscheidung der Polizei mit", schreibt der Veranstalter, die Schwimmabteilung des ATS Kulmbach, auf seiner Interne tseite. Der Bayerische Triathlon-Verband schreibt in einer Pressemeldung: "Rettungseinsätze und die Versorgung verletzter Mitstreiter gehen hier einfach vor. Der Sport tritt in so einem Fall in den Hintergrund. Wir wünschen der gestürzten Athletin eine schnelle Genesung und ihrer Familie viel Kraft!"
Die Stimmung im Zielbereich war mehr als gedrückt. Natürlich gab es auch keine Siegerehrungen. Rund 350 Einzelstarter und Staffelteilnehmer hatten den Weg nach Kulmbach gefunden, um über die olympische Kurzdistanz (1500 Meter Schwimmen/43 Kilometer Radfahren/zehn Kilometer Laufen) und die "Mitteldistanz" (2200 Meter Schwimmen/90 Kilometer Radfahren/20 Kilometer Laufen) in den verschiedenen Altersklassen ihre Kräfte zu messen. Dabei sollten auch die Bayerischen Meister in den Altersklassen ermittelt werden.