Der Sportkreis Bamberg ist ein Vorzeigekreis in Oberfranken, nimmt dort Spitzenstellungen ein. Hier bewegt sich was, zeigen die Zahlen nach oben: Die Vereine stiegen von 231 auf 237, die Mitglieder von 73 296 auf 76 090. Das war das Fazit der Entwicklung in den letzten fünf Jahren, die Carsten Joneitis beim Kreistag Bamberg im Sportheim des SV Dörfleins bilanzierte. Und eine weitere gute Nachicht: Der 48-jährige Bürgermeister von Oberhaid stellte sich für weitere fünf Jahre zur Verfügung, er ist damit der zweitjüngste Vorsitzende der neun Sportkreise im nördlichsten Regierungsbezirk von Bayern.
Bei den Neuwahlen setzte man auf Kontinuität. Bis auf den stellvertretenden Vorsitzenden Franz Will, der neu dieses Amt übernimmt, blieben Hans Straub Kreisschatzmeister,. Theresia Zahn Kreisfrauenvertreterin und Gerhard Krüger Sportabzeichenreferent. Als Beisitzer fungieren Rudolf Frank, Rike Straub und Angelika Kube. Die Posten des Bildungsreferenten und des Referenten "Sport für Ältere" werden intern aus den Reihen der Vorstandschaft besetzt. Joneitis: "Wir haben da mit einem Rektor und einem erfahrenen Lehrer die richtigen Personen."
Im Rückblick konnte er zahlreiche Aktivitäten vorweisen, vor allem Schulungen zu Steuern, Finanzen und zur Vereinsführung. Unter dem Motto "Fit für die Zukunft" sei man bemüht gewesen, die Vereine auf den neuesten Wissensstand zu bringen, "die Vorgaben und Empfehlungen aus München gaben wir stets weiter". Dem Kreis liege der direkte Draht zu den Clubs draußen in den Städten und Dörfern am Herzen, "das pflegen wir". 36 Anträge für den Sportstättenbau seien in den letzten fünf Jahren bearbeitet worden, "eine oft nicht leichte Aufgabe", wie Joneitis zugab. Und ein bisschen stolz war er auch, mithelfen zu können, dass drei Vereine aus dem Landkreis sich nicht auflösten. "Netzwerke helfen eben manchmal", sagte er bescheiden.
Solide Kassenverhältnisse offenbarte Kreisschatzmeister Hans Straub, Kreisfrauenvertreterin Theresia Zahn berichtete von acht Kreislehrgängen mit nahezu 300 Teilnehmern. Und Sportabzeichenreferent Gerhard Krüger konnte sich darin sonnen, dass der Kreis Bamberg auch führend in Oberfranken bei diesem Leistungsnachweis für jedermann ist. Zum Bezirkstag nach Kronach im Februar fahren 19 Delegierte, zum Verbandstag nach München im Juni neben Joneitis noch Theresia Zahn, Franz Will und Andreas Schmidtwolf.
Für langjährige Mitarbeit in der Kreisvorstandschaft gab es Ehrennadeln und Urkunden für Hans Straub, Gerhard Krüger, Carsten Joneitis, Angelika Kube, Theresia Zahn, Franz Will und Werner Kühhorn. Zu seiner Abschiedstour war BLSV-Präsident Güther Lommer nach Dörfleins gekommen. Er sagte, eine Beitragserhöhung durch den Verband sei nur sinnvoll, wenn die Mitgliedszahlen konstant bleiben. "Denn wir sind der einzige Sportbund im Westen mit steigenden Zahlen". Ihn freute, dass es für Kleinanträge keine Wartezeiten mehr gebe und bei Großanträgen über 250 000 Euro die Bewilligung unter zwei Jahren liege. Besonders wies der BLSV-Boss auf die positiven Werte des Ehrenamts hin, "ich danke Ihnen allen für diese Bereitschaft", wandte er sich an die Vereinsvertreter. Und sparte nicht mit Lob: "Oberfranken hat trotz schwieriger Ausgangslage eine gute Entwicklung genommen. Und deswegen freuen wir uns, dass wir in München durch das größte Projekt, das Sportcamp in Bischofsgrün, noch enger mit der Region verbunden sein werden."
Grußworte sprachen auch der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke und Thomas Söder, Bürgermeister von Hallstadt. h.w.