von unserem Redaktionsmitglied 
BernhaRD PANZER

Herzogenaurach — Drei Parteien, drei Frauen, zwei Spenden und eine Veranstaltung - und das seit 19 Jahren. Das ist ein besonderes Engagement, das sich in Herzogenaurach längst etabliert hat. Es geht um die Aktion politisch aktiver Frauen in der Stadt. Ein Einsatz, der "unüblicherweise parteiübergreifend" ist, wie es Ruthild Schrepfer formuliert.
Sie gehört für die Frauen Union (FU) und damit auch der CSU dem Trio an. Unterstützt wird sie von Retta Müller-Schimmel von den Grünen und Renate Schroff für SPD und Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF). Die Zweite Bürgermeisterin ist als Nachfolgerin neu ins Gremium gerückt.
Die drei Frauen luden aus zweierlei Gründen zum Pressegespräch. Zum einen wollte man die Unterstützung aus dem Erlös der letztjährigen Aktion mitteilen. Und zum anderen wollte man bereits auf die Aktion am 8. März hinweisen. Warum jetzt schon? Weil sich der Erwerb einer Karte im Vorverkauf wunderbar als Weihnachtsgeschenk anbiete, wie Schroff erläuterte.
Bei den politisch engagierten Frauen geht es darum, sich gemeinsam immer wieder für das gemeinsame Anliegen der Frauen einzusetzen. Man müsse für die Gleichberechtigung kämpfen, erläuterte Schrepfer. Mit den Veranstaltungen in den fast zwei Jahrzehnten habe man eine erfolgreiche Geschichte geschrieben.

Kinder brauchen Bewegung

Im vergangenen Jahr bot man eine Ausstellung über "Frauen und Sport" an. Einen Teil des Erlöses spendete man jetzt an zwei Gruppen, die sich um die Rechte und das Wohlbefinden von Frauen bemühen. Einmal war das die Gruppe "Stopp", die sich für Frauen vor allem in Indien einsetzt, die Opfer von Vergewaltigungen geworden sind. Der Verein bemühe sich, ihnen wieder Lebensfreude zu geben, erläuterte die Stadträtin der Grünen. Mit der zweiten Vorsitzenden Ruth Niewerth, die in Herzogenaurach wohnt, habe man auch eine lokale Verbindung.
Den zweiten Teil der Spende bekommt der Helferkreis, der sich um Flüchtlinge kümmert. Man hat Spielsachen angeschafft, die den Kindern und ihren Müttern zugute kommen. 14 Kinder sind zurzeit in der Erstaufnahmestelle an der Berufsschule untergebracht. "Kinder brauchen Bewegung", sagt Müller-Schimmel. Gerade wenn sie ein Trauma hinter sich haben. "Wichtig ist, dass man mit den Kindern rausgeht", ergänzt sie. Und deshalb habe man Sachen für Sport und Spiel im Freien angeschafft. Und auch den Müttern tue das gut, ergänzte Gabriela Ruyter, die sich im Helferkreis für die Familien mit Kindern einsetzt. Denn die Mütter würden dann leichter ihre Sorgen vergessen, wenn sie mal mit ihren Kindern vor die Tür gehen. Zum Pressegespräch begleitet wurde sie von Heike Wormser, die ebenfalls in dieser Helfergruppe mitarbeitet.
Am 8. März 2015 übrigens wird ein kultureller Abend geboten. Der beginnt um 17 Uhr im ASV-Sportheim. Im Vorverkauf gibt es 60 Karten bei Schreibwaren Ellwanger sowie Bücher, Medien & mehr. Das "Trio Litamo" aus Eckental singt und spielt freche Lieder.