Alles geht eh nie, aber wünschen ist auch in Corona-Zeiten noch erlaubt. Unter diesem Motto hätte die Novembersitzung des Stegauracher Gemeinderats auch stehen können. Jedenfalls mit Blick auf den ersten Tagesordnungspunkt, der der Neuanlage eines Spielplatzes an der Ecke Kornstraße/Georg-Achziger-Ring gewidmet war.

Eineinhalb Jahre liegt der Grundsatzbeschluss für das Unterfangen schon vor und wäre jetzt nicht der in der Folge der Pandemie zu erwartende Rückgang an den Finanzmitteln dazwischen gekommen, man hätte vielleicht nicht gleich um jeden Euro feilschen müssen. So aber beschloss das Ratsgremium, der vorgelegten erheblich abgespeckten Planung und Kostenschätzung des Ingenieurbüros Ammermann-Döhler zuzustimmen.

Das allerdings nur unter der Prämisse, bei den Kosten noch einmal nachjustieren zu lassen. Der Spielplatz, so viel wurde klar, wird nicht auf Eis gelegt, er kommt. Über die Ausstattung wird man freilich noch einmal mit dem Rechenstift darüber gehen müssen, soll das Ratsgremium letztendlich mehrheitlich der Realisierung zustimmen.

Gemeinschaftshaus entsteht

Etwas weniger schwer schlägt die klamme Gemeindekasse beim Dorfgemeinschaftshaus Unteraurach zu Buche, das im Rahmen eines einfachen Dorferneuerungsverfahrens an die Dolorosa-Kapelle in Unteraurach angefügt werden soll. Das Bamberger Architekturbüro von Peter Schickel, das für seinen sensiblen Umgang mit historischer Bausubstanz schon mehrfach ausgezeichnet wurde, hat einen ersten Vorentwurf vorgelegt. Er gefällt dem Ratsgremium und wurde davor auch schon von der Denkmalschutzbehörde gutgeheißen.

Die Maßnahme werde, so Bürgermeister Thilo Wagner, vom Amt für Ländliche Entwicklung ausdrücklich begrüßt, und man könne auch mit einer namhaften Bezuschussung des Projektes rechnen. Dringend forderten die Räte aller Fraktionen jedoch, dass ein Träger für die Maßnahme gefunden werden müsse, damit es bei den Zuständigkeiten keine Probleme gebe. Die Stegauracher sollen nun von dem Projekt in Kenntnis gesetzt werden. Sie sollen aber auch erfahren, dass das Schöne nicht zu haben ist, wenn es keine verantwortlichen Ansprechpartner gibt.

Weiterhin galt es, den geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen der Verwaltung im bestehenden Rathaus zuzustimmen und sich mit der Möglichkeit anzufreunden, dass das bald schon von der Verwaltung geräumte Untergeschoss im Rathaus einer neuen Nutzung zuzuführen wäre.

Etwaige Instandsetzungen sollten jedoch erst in Absprache mit einem ernsthaften Interessenten für die Nutzung in Angriff genommen werden.

Teuer wird es, in der Gemeinde Stegaurach einen Listenhund zu halten. Wie im September schon einmal, stand nochmals die Erhöhung der Hundesteuer auf dem Programm. Hatten die Gemeinderäte im September noch versucht, Listenhunde, die einen positiven Wesenstest nachweisen können, aus der höheren Besteuerung herauszuhalten, um die Besitzer finanziell nicht über die Maßen zu strapazieren, so sah man sich jetzt gezwungen, nach den Vorgaben der neuen Hundesteuersatzung zu beschließen. Folglich gelten auch sogenannte Kategorie-2-Listenhunde nun als Kampfhunde und sind deshalb mit einer Steuer von 500 Euro zu belegen. Der Beschluss wurde mit zwei Gegenstimmen gefasst.

Kein erfreuliches Thema war der Umgang mit dem gewünschten oder geplanten Weihnachtsmarktgeschehen in Stegaurach. Eigentlich war es auch nur angedacht. Bürgermeister Wagner betonte auch jetzt noch einmal ausdrücklich, keine Weihnachtsmarktveranstaltungen zu planen, eine Durchführung würde in Pandemie-Zeiten ohnehin nicht genehmigt werden. Und, so Wagner schließlich, ein solches Unterfangen lasse sich auch ethisch nicht vertreten.

Abschließend widmete sich das Ratsgremium noch einmal einem schönen Thema, das allerdings auch viel Geld kostet. Denn auch Stegaurach erfreut sich bei jungen Familien größter Beliebtheit und das bedeutet, dass es in der Gemeinde viel Nachwuchs gibt.

Pläne für Kinderkrippe

Der Waldkindergarten in Hartlanden ist in Betrieb, das Konzept für einen Bauernhof-Kindergarten im Mutzerhof ist weit gediehen und eine Befriedigung der Nachfrage nach Betreuungsplätzen ist dennoch nicht in Sicht. In der Sitzung wurde die Verwaltung nun beauftragt, zeitnah Angebote für verschiedene Bauweisen einer Kinderkrippeneinrichtung in Unteraurach einzuholen.