Der Coburger Steinmetz und Steinbildhauer Siegfried Speer übergab 800 Euro an die Selbsthilfegruppe "Verwaiste Eltern". Als Steinmetz und Steinbildhauer hat Siegfried Speer täglich mit dem Tod zu tun. Er hört die Geschichten, die Hinterbliebene und Trauernde ihm erzählen und so manches Schicksal hat ihn tief bewegt. Dass er seit Jahren eine gute Verbindung zur Selbsthilfegruppe "Verwaiste Eltern" Coburg hat, ist für ihn Teil seines Berufes. Für die "Verwaisten Eltern" hat er das steinerne Möbiusband auf dem Friedhof geschaffen und beim Aufstellen des bunten Windrades am Gräberfeld der verstorbenen Kinder geholfen.
Auch beim Anbringen der "Steine des Lebens" im Regenbogenwald II am Falkenegg hat er mit Hand angelegt, erzählt Helga Knirsch von der Selbsthilfegruppe.
Nun unterstützt Siegfried Speer die Elterngruppe auch finanziell und nicht zum ersten Mal: Er überreichte jüngst eine Spende in Höhe von 800 Euro. "Wir haben im vergangenen Jahr auf die Weihnachtsgeschenke für unsere Kunden und Geschäftspartner verzichtet und geben das Geld jetzt für die Arbeit der Ehrenamtlichen weiter", erläutert der Steinmetzmeister. Was die "Verwaisten Eltern" zur Bewältigung von Trauer leisteten, bewundere er. "Es ist sehr gut, dass es solche Gruppen für Menschen gibt, die Schlimmes erlebt haben", sagt Siegfried Speer. Er sei sicher, dass die Spende richtig angelegt ist. Wera Will von den "Verwaisten Eltern" kann sich vorstellen, das Geld solchen Müttern und Vätern zur Verfügung zu stellen, die gern Trauerseminare besuchen würden, sich das aber nicht leisten können. red