Der SV Motschenbach hat von der Raiffeisenbank Obermain Nord eine Spende für einen lebensrettenden Erste-Hilfe-Defibrillator im Wert von 2490 Euro bekommen. Dieser wurde in einem Wandkasten außen an der Fassade des Sportheims (Motschenbach 10, Mainleus; Straßenseite) angebracht und ist frei zugänglich. Er steht dem ganzen Ort rund um die Uhr zur Verfügung.

Steffen Matuschek, Geschäftsstellenleiter der Raiffeisenbank Obermain Nord, hofft, dass das gespendete Gerät nicht zum Einsatz kommen muss. Dennoch ist er stolz auf die Spende. Sie kann einen erheblichen Beitrag in Sachen Erste Hilfe leisten.

Sigurd Karg, der erste Vorsitzende des Vereins, bedankte sich im Namen der Einwohner herzlich für die "lebensrettende Spende". Er freute sich, dass mit dem Gerät jeder helfen kann, ohne etwas falsch zu machen. Sein besonderer Dank galt Katja Tanzmeier, die sich engagiert für die Anschaffung des Defibrillators eingesetzt hatte.

Er wies ausdrücklich darauf hin, dass jeder, der an einem Notfall in Motschenbach und Umgebung beteiligt ist, das Gerät einsetzen darf und soll. Das ist deshalb wichtig, weil Herz-Kreislaufstillstände nicht selten sind: Rund 2000 Mitbürger erleiden bundesweit pro Woche einen Herz-Kreislaufstillstand. Insgesamt über 100.000 Menschen jährlich. Eine rechtzeitige Defibrillation kann oft Leben retten. Bei der Defibrillation handelt es sich um eine Behandlungsmethode, bei der mittels starker Stromstöße die Herzaktivität wieder normalisiert wird und die Herzrhythmusstörungen aufhören. Eine solche Störung − auch Kammerflimmern genannt − führt zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Das kann schwere neurologischen Schäden bedingen und im schlimmsten Fall tödlich sein. red