Der SPD-Kreisverband ist offen für die Initiative für einen Nationalpark Frankenwald. Er will die Chancen und Risiken sachlich prüfen. Dies wurde in der jüngsten Kreisvorstandssitzung deutlich. Kreistagsfraktionsvorsitzender Richard Rauh kündigte an, dass er am Treffen mit Umweltministerin Scharf am 2. Juni teilnehmen werde.
Kreisvorsitzender Ralf Pohl und sein Stellvertreter Ralf Völkl verwiesen auf die Vorteile eines Nationalparks für den Tourismus. Alleine schon die Diskussion habe den Frankenwald überregional in die Medien gebracht. Allerdings gebe es in der Region auch einen großen Nachholbedarf bei der Infrastruktur und den Freizeiteinrichtungen. Nun müsse geklärt werden, welche Fördermöglichkeiten es hierfür gibt.
Alexander Gröger hob positiv die Naturschutzaspekte der Nationalparke hervor. Allerdings werde es nicht einfach sein, die Fichtenwälder, die, wenn man sie sich selbst überlasse, anfällig für den Borkenkäfer seien, in einen Naturwald umzuwandeln, so Marina Schmitt. Sie unterstrich auch, dass man bei der Entscheidung an die Arbeitsplätze in der Forst- und Holzwirtschaft denken müsse. Heidi Hansen wies darauf hin, dass geklärt werden müsse, wie Sportler, Radfahrer oder Mountainbiker die Gebiete nutzen dürften. Christa Steiger wies darauf hin, dass in die Gespräche alle beteiligten Gruppen einbezogen werden müssten.
Ralf Pohl und Gaby Schülein berichteten noch über den SPD-Landesparteitag in Schweinfurt, bei dem Natascha Kohnen mit einem sehr guten Ergebnis zur neuen Landesvorsitzenden gewählt worden sei. Aus Oberfranken seien Klaus Adelt und Carsten Höllein in den Landesvorstand gewählt worden. vz