Eine ausführliche Information und eine intensive sachliche Diskussion gab es in der Versammlung des SPD-Ortsvereins Theres zu dem aktuellen Antrag zur Errichtung von Photovoltaikanlagen auf je einem Hektar Ackerfläche in Horhausen und in Obertheres.


Fristen

Da die Frist für die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung am Wochenende ausläuft, der Gemeinderat dazu am Montag berät und in Horhausen und Obertheres private Aktionen und teils heftige Diskussionen unter Bürgern in Gang gekommen waren, hatte der stellvertretende Vorsitzende Oswald Reis kurzfristig zu der Sitzung eingeladen.
Seit mehr als zehn Jahren stehen wiederholt Planungen und Vorhaben zur Errichtung von großen Photovoltaikanlagen auf Freiflächen in Theres an, wie aus einer Mitteilung der SPD hervorgeht. 2005 hatte die Zustimmung des Gemeinderats zur Flächennutzungsplanänderung für eine Photovoltaikanlage auf etwa 30 Hektar noch kaum Reaktionen ausgelöst; letztlich wurde die Anlage nicht errichtet.
Die erneute Antragsstellung 2009 für eine Anlage auf mehr als 50 Hektar führte durch Bürgerentscheid zur generellen Ablehnung von Freiflächenanlagen in Theres. Danach wurden in der Gesetzgebung Einschränkungen vorgenommen, um den Verbrauch von Ackerland dafür einzudämmen.


Projekt an der Autobahn

Kaum beachtet von der Öffentlichkeit, nutzte eine GmbH im Jahr 2012 die verbliebenen Möglichkeiten zum Bau einer Photovoltaikanlage auf rund drei Hektar südlich der Autobahn bei Horhausen.
Der aktuelle Antrag wurde ausführlich erläutert. Er nutzt offenbar das Gebot im Erneuerbare-Energien-Gesetz für Freiflächenanlagen im Abstand bis zu 110 Metern zur Autobahn in Horhausen und zum Schienenweg in Obertheres.


Weitere Beeinträchtigung?

In der Versammlung wurde überwiegend die Sorge um die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes deutlich. Insbesondere in Obertheres, wo für die Ortsmitte entlang der ehemaligen Bundesstraße dringend Verbesserungen gefordert werden, könnte nun eine weitere Beeinträchtigung östlich vom Schoss Dithfurt hinzukommen. Aber auch in Horhausen sind für die Alternative nördlich der Autobahn die Auswirkungen sorgfältig zu prüfen, hieß es.
Nachdem wohl die eher zurückhaltende bis ablehnende Haltung unter Ratsmitgliedern zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit geführt hat, darf man gespannt sein, welche Aspekte die Bürger bei der Gemeinde Theres einbringen. red