Redwitz — Gestärkt und voller Zuversicht geht der SPD-Ortsverein aus seiner Jahresversammlung hervor. Geringe Veränderungen gab es bei der Wahl zur neuen Vorstandschaft.
Im Bürgertreff "Altes Café" teilte Ortsvereinsvorsitzender Jochen Körner mit, dass der SPD-Ortsverein Marktgraitz aufgelöst sei und die Mitglieder vom Redwitzer Ortsverein übernommen werden. Im Laufe des vergangenen Jahres habe man verschiedene Ausgaben des "Tacheles" auf den Weg gebracht. Der Kinderfasching mit insgesamt 400 Gästen habe bewiesen, dass der Ortsverein zusammenhelfen und eine Großveranstaltung meistern könne.

Stimmung im Gemeinderat

Bei seinem Rückblick auf die Kommunalwahl sah er als Minuspunkt, dass die CSU alle drei Bürgermeister stelle. Diese Mehrheit treffe auch auf die Besetzung der Ausschüsse zu. "Die Stimmung im Gemeinderat könnte besser sein", gab er an die Mitglieder weiter. An einem von der SPD vorgeschlagenen Gesprächstermin habe der CSU- Ortsverband kein Interesse.
Kassier Günter Friedlein gab Einblick in die Kasse und erläuterte die Ausgaben für die zurückliegenden Wahlen. Zügig und jeweils einstimmig gestaltete sich die anschließende Wahl der Vorstandschaft. Jeweils das volle Vertrauen der Mitglieder erhielten Jochen Körner als Ortsvereinsvorsitzender und Regina Ehnes als stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende. Günter Friedlein wurde erneut zum Kassier gewählt. Als neuen Schriftführer wählten die Mitglieder Stephan Arndt (zuvor Klaus Hahn). Als Beisitzer wurden gewählt: Lukas Busch, Sabine Friedlein und Ruth Wiegandt, als Kreisdelegierte Jochen Körner und Simon Ehnes, Ersatz Regina Ehnes und Günter Friedlein. Kassenprüfer sind Klaus Schmidt und Jürgen Heublein. Körner dankte Klaus Hahn für seine jahrelang geleistete Arbeit.
Stellvertretender Kreisvorsitzender Hans-Peter Marx wertete die Stimmung im Kreisrat als deutlich verbessert und die Zusammenarbeit als konstruktiver. Thema Nummer eins sei das Klinikum, bei dem es zeitlich und finanziell gut laufe. Die Abfallgebühren mussten erhöht werden, was aber nicht auf den Landkreis zurückzuführen sei. Als weitere Themen sprach er die B 173 und die Hochspannungstrasse an.
Simon Ehnes, Gemeinderat und Fraktionssprecher, blickte zurück auf die Schwerpunktthemen der Wahl. Er beschäftigte sich mit der Frage, wie man Leute begeistern könne, sich in Redwitz anzusiedeln oder hier zu bleiben. Hieraus sei die kommunale Förderung entstanden. Das Klima im Gemeinderat nach der Wahl befand er nicht als zufriedenstellend. Ein Treffen mit der CSU auf Wunsch seitens der SPD für eine Aussprache sei nicht zustande gekommen.

Diskussion über Leerstände

Über das Thema der Leerstandsinitiative mit ihm als Moderator sei in fruchtbarer Form in den Fraktionen besprochen worden. Die Förderung hätte aus Sicht der SPD höher angesetzt werden müssen. Ebenso hatte sich die SPD die maximale Förderung durch die Gemeinde beim Kauf des Redwitzer Schlosses durch einen Privatmann gewünscht.

Gutmann-Projekt

Das Gutmann-Projekt hielt er nur im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen, wie zum Beispiel dem Bau einer zweifach Turnhalle für sinnvoll. Hierfür wollen sich er und die SPD einsetzen, dass das Versprechen auch gehalten werde. "Der SPD-Ortsverein ist kein Verein, der die Entscheidungen hinter verschlossenen Türen trifft", stellte Ehnes klar heraus. "Wir sind transparent und ein wertvoller Treiber im Gemeinderat." Was die SPD leiste, müsse auch anerkannt werden, forderte er. "Da sind wir auf dem richtigen Weg", beendete er seine Ausführungen. Thomas Micheel