Ebensfeld — Der SPD-Ortsverein Ebensfeld hielt in der Gaststätte "Engelhardt" eine offene Mitgliederversammlung ab. Vorsitzender Kurt Hammer betonte: "Die heiße Zeit der Wahlkämpfe ist vorbei. Jetzt können wir uns wieder mehr Zeit fürs Gesellige nehmen, jedoch ohne dabei unsere Ziele und Aufgaben zu vernachlässigen."

"Große Herausforderungen"

"Unser Mitgliederstand ist leider leicht rückläufig, obwohl unsere Arbeit der letzten Jahre durchaus positiv beurteilt wird", sagte Hammer weiter und betonte, "für uns Ebensfelder" stünden durchaus einige große Herausforderungen an. "Da wäre die ICE-Baustelle durch Ebensfeld mit der Neugestaltung des Bahnsteiges. Wir haben die Hoffnung auf Barrierefreiheit noch lange nicht aufgegeben", betonte Hammer. Mit der Entscheidung, das Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr in Ebensfeld zu stationieren, sei der Bau eines neuen Feuerwehrhauses erforderlich. Und: Mit dem Lärmschutz an der A73 müsse es weitergehen. Trotz sinkender Schülerzahlen werde die Teilsanierung der Schule notwendig. Gute Fortschritte mache der Ausbau des schnellen Internet in Ebensfeld.
Kurt Hammer überreichte Pankraz Imhof für seine unentgeltliche Arbeit für den Ortsverein einen Geschenkkorb und ein Buch. "Wir bedanken uns für die Lagerung, Pflege, Instandhaltung und ständige Erneuerung unserer Plakatständer seit ewiger Zeit und hoffen, dass es auch in den nächsten Jahrzehnten so bleibt. Einen Musterständer im Maßstab 1:5 ist mit im Korb", sagte Hammer.
Wie verdient sich Georg Dusold gemacht hat, zeigten die vielen Gratulanten. "Fast 40 Jahre gemeinsam für den SPD-Ortsverein Ebensfeld gearbeitet, in vielen Wahlkämpfen gemeinsam den steinigen Weg in Ebensfeld gegangen und meist die gleiche politische Ausrichtung, sonst immer zu einen fairen Kompromiss bereit, so hab ich Dich erlebt. Die besten Wünsche für deinen Ruhestand", sagte Ehrenvorsitzender Hans Gahl. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Hans Peter Marx übergab die Urkunde mit den Worten: "Georg, Du bist immer auf Kompromisse eingegangen. Im Kreistag werden wir dich vermissen. Aber der schönste Grund aufzuhören, ist ein neues Lebensglück."

Schwarze Wurzeln

Georg Dusold berichtet: "Ich stamme aus einer Familie mit schwarzen Wurzeln. 1970 bin ich nach Ebensfeld gekommen. Auf der Suche nach einer politischen Heimat schickte mich meine Schwester zu Hans Gahl nach Oberbrunn zu einer Versammlung. Es hat dann vier Jahre gedauert, bis ich mir sicher war, dass ich in der SPD meine Vorstellung von einer christlichen, sozialen Politik besser wiederfinde als anderswo. Zum Anderem lag die Strauß-Politik nicht auf meiner Linie. Und so bin ich bei der SPD gelandet und werde hoffentlich noch lange dabeibleiben. Dem Ortsverein wünsch' ich alles Gute." hkla