Seit Kurzem ist die Sparkasse Kulmbach-Kronach Mieterin eines eigenen Bienenvolkes. Mitten in der Stadt, auf dem Dach der Hauptstelle in Kulmbach, haben 50 000 neue Mitarbeiter eine neue Bleibe gefunden.

"Mit diesem Projekt übernehmen wir ökologische Verantwortung und leisten einen kleinen Beitrag, eine Zukunft zu schaffen, die für nachfolgende Generationen lebenswert ist", erklärte Vorstandsvorsitzender Harry Weiß bei der Übergabe. Und Vorstandsmitglied Steffen Potstada ergänzte: "Wir handeln nachhaltig aus Überzeugung." Neben der vollständigen PV-Eigenstromproduktion seit vielen Jahren, den ersten öffentlichen Stromtankstellen an den Hauptstellen und vielem mehr sei dies ein weiterer Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in der Region.

"Schön und sinnvoll"

Auch Verwaltungsratsvorsitzender Landrat Klaus Peter Söllner freute sich über die neuen Mitarbeiter: "Ein schönes und sinnvolles Projekt, mit dem die Sparkasse ein sichtbares Zeichen für den Natur- und Artenschutz setzt."

Seit Jahren ist bekannt, dass der Bestand an Bienen und anderen Bestäubern weltweit dramatisch zurückgeht. Dies ist eine alarmierende Entwicklung, denn Bienen spielen eine zentrale Rolle im Ökosystem. Die Sparkasse will ihren Einfluss als regionales Kreditinstitut nutzen, um die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren.

Kurze Wege in die Grünanlagen

Das Bienenvolk wird von der Jens Ebert AG bereitgestellt, deren erfahrene Imker auch die fachgerechte Betreuung und Pflege übernehmen. Mit Ralf Rehm war im Vorfeld der geeignete Stellplatz für das "Quartier" festgelegt worden. Auf dem Dach haben die Tiere gute Einflugmöglichkeiten und kurze Wege in die Grünanlagen der Umgebung.

Nach ersten Erkundungsflügen in der neuen Heimat werden

die fleißigen Tierchen täglich mehrere Millionen Blüten im Umkreis von drei Kilometern bestäuben. Im Internet und in den Social-Media-Kanälen will die Sparkasse regelmäßig über das Projekt informieren.

"Deshalb schauen wir den Imkern bei ihrer Arbeit immer mal wieder über die Schultern. So können mehr über diese faszinierenden Tiere lernen", so Harry Weiß. red