Die Hollfelder Kulturfreunde zeigen noch bis zum 29. Oktober die Arbeiten von Harald Burger. Eröffnung der zweiten Preisträger-Ausstellung in der Eiergasse 13 in Hollfeld war am gestrigen Freitag.
Es ist laut Pressemitteilung der Kulturfreunde "die Spannung, die zwischen der Struktur und der Farbe seiner Arbeiten besteht und die den Betrachter der Arbeiten von Harald Burger in ihren Bann zieht". Die Oberfläche der Bilder ist gebrochen, zarte Äderchen durchziehen die Farbschichten und an mancher Stelle schimmert der andersfarbige Untergrund durch.
Der in Kulmbach geborene und in Veitlahm lebende Künstler arbeitet seit vielen Jahren mit dieser Technik und entwickelt sie beständig fort. Nun stellt er in den Ausstellungsräumen der Hollfelder Kulturfreunde einen Teil seiner Werke aus.


Im "Roten Salon"

2016 nahm Harald Burger das erste Mal an der Internationalen Kunstausstellung teil, welche die Hollfelder Kulturfreunde jedes Jahr ausrichten. Mit seinem Debüt wurde er direkt mit einer Ausstellung im "Roten Salon" ausgezeichnet. In diesem Jahr beteiligte sich Harald Burger ebenfalls an der 39. Internationalen Kunstausstellung in Hollfeld und die Hauptjury sprach ihm einen Geldpreis zu.
Die ersten Bilder mit rissiger Oberfläche entstanden bereits in den Jahren zwischen 1968 und 1975. Danach legte der Künstler eine Pause in dieser Technik ein und beschäftigte sich mit der surrealistischen und realistischen Malerei, um dann Mitte der achtziger Jahre zu seiner abstrakten Darstellungsweise zurückzukehren. Seitdem konzentriert sich Harald Burger auf diese künstlerische Technik, indem er die Farbschichten auf der Leinwand übereinandermalt, in sie hineinkratzt, erhabene Linien setzt oder sie mit der Schleifmaschine abschleift. Ihn interessieren, so betont Harald Burger, "rissige Oberflächen, nicht das Glatte".
Die Ausstellung in der Eiergasse 13 ist immer sonn- und feiertags von 14 bis 16 Uhr und nach terminlicher Vereinbarung (Telefon 0951/30904880) zu sehen. red