Der SV Germania Weingarten hat den Final-Hinkampf um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen gegen den KSV Ispringen mit 13:9 gewonnen und damit die Türe zum Titelgewinn einen kleinen Spalt aufgestoßen. Was der Vier-Punkte-Vorsprung wert ist, wird sich am kommenden Samstag zeigen, wenn in der Berta-Benz-Halle in Pforzheim der Rückkampf steigt, wo der KSV Ispringen auch schon im Halbfinale den KSV Aalen 05 überraschte.
"Wir hatten uns einen etwas größeren Vorsprung gewünscht, - und der war ja auch drin", gingen aus Sicht von Weingartens Vorsitzendem Ralph Oberacker nicht alle Erwartungen auf.
Ispringen hielt ordentlich dagegen, während Weingarten in den ersten Kämpfen gleich mehrere Punkte liegen ließ. So führte Vladimir Egorov (57 kg, Fr.) mit 4:0, als Ispringens Routinier Marcel Ewald mit einem Wurf noch bis auf 4:5 heran kam und somit nur einen Mannschaftspunkt für Weingarten zuließ. Im Schwergewichtskampf dann gar die Führung für die Gäste: Der EM-Dritte Johan Euren (130 kg, gr.) spielte seinen Gewichtsvorteil von 17 Kilo gegen Oliver Hassler aus. Der Olympia-Achte aus Schweden siegte mit 6:1. Nachdem Dustin Scherf (61 kg, gr.) die knappe Führung für Weingarten mit einem 5:2-Punktsieg über Ibrahim Fallacara zurückgeholt hatte, dann der Schock für die Gastgeber, denn Magomedgadzhi Nurov (98 kg, Fr.) gab in letzter Sekunde den sicher geglaubten Sieg gegen Radoslaw Baran noch aus den Händen. Das Team um KSV-Trainer Bernd Reichenbach glich damit zum 3:3 aus.
Der Kubaner Alejandro Valdes (66 kg, Fr.) beendete das Duell gegen Mihail Sava nach nur 48 Sekunden mit 16:0 und sorgte für ein 7:3 zur Pause.
Danach setzte sich Ispringens Mittelgewichtler Zakarias Berg (86 kg, gr.) gegen Jan Rotter durch, Ionut Panait (66 kg, gr.) wurde von den 1500 Fans in der Walzbachhalle für das 6:0 über den deutschen Meister 2016, Muhammed Yeter, gefeiert, und auch William Harth (86 kg, Fr.) legte einen 6:4-Punktsieg über Michael Kaufmehl für das SVG-Team nach. So stand vor den beiden abschließenden Weltergewichtskämpfen 10:6 für Weingarten. Ispringens Ausnahmeringer Kakhaber Khubezthy (75 kg, Fr.) holte mit dem 10:0 gegen Georg Harth nicht ganz, den Rückstand auf. Der Weltmeister von 2015, Frank Stäbler, holte gegen Konstantin Schneider noch drei Punkte. Der KSVler kugelte sich bei diesem Kampf die Schulter aus. Verbandsarzt Dr. Klaus Johann war sofort zur Stelle. Schneider konnte das Duell gar zu Ende kämpfen. jöri