Die Eishockey-Cracks der Bayreuth Tigers haben sich vor Heiligabend in der DEL2 mit einem Punkt beschenkt. Am vergangenen Donnerstag kamen sie bei den Heilbronner Falken nach zweimaliger Führung bei der 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen aber mehr möglich. Ein verspätetes Geschenk gab es am 2. Weihnachtsfeiertag mit dem 6:5-Erfolg beim Tabellendritten, den Dresdner Eislöwen. Am Dienstag kommt es in Bayreuth zum Oberfrankenderby gegen die Selber Wölfe.

DEL2

Heilbronner Falken -

Bayreuth Tigers n.P. 3:2

(1:2, 1:0, 0:0/1:0) Hohmann zurück im Spiel und mit Järveläinen und Kretschmann, der diese Reihe anführte, gingen die Bayreuther am Donnerstagabend in die Partie in Heilbronn.

Zunächst aber waren es die Kollegen der anderen Reihen, die auf sich aufmerksam machten. Ratmann, nominell in der zweiten Reihe auf dem Flügel, versuchte aus zentraler Position den für die Falken das erste Spiel bestreitende Andryukhov zu überwinden. Nur wenige Augenblicke später war es Bindels, der bei einem Gegenstoß Meier bediente, der den Neuzugang der Falken bezwang. In der Folge machte "Rückkehrer" Hohmann auf sich aufmerksam - allerdings mit zwei Hinausstellungen in kurzer Folge. Beide Überzahlspiele der Falken überstanden die Tigers ohne Gegentreffer.

Ein Abspielfehler in der neutralen Zone führte zum Ausgleich. Williams bediente Blackwater, der in der 10. Minute zum 1:1 traf. Kurz darauf verhinderte Tigers-Goalie Herden einen Rückstand, als Thiel und Lautenschlager alleine auf ihn zukamen. Kurz darauf leitete Järveläinen das 1:2 durch Kretschmann prächtig ein.

Im zweiten Drittel vergaben die Tigers bei einem Überzahlspiel einige Versuche, ihre Führung auszubauen. Danach übernahm Heilbronn das Geschehen. In der 31. Minute trug Williams die Scheibe nach vorne und fand in Della Rovere einen Abnehmer, der zum Ausgleich traf. Im Schlussdrittel drückten die Falken, besaßen Chancen und hatten Pech bei Treffern an Pfosten bzw. Latte. Auf der anderen Seite scheiterte Järvleäinen. So ging es in die Overtime, wo Järveläinen (Pfostentreffer) und Hohmann das Spiel für Bayreuth hätten entscheiden können. Im Penalty-Schießen war es Kirsch, der als erster und einziger einen Treffer setzt.

Strafminuten: Heilbronn 6, Bayreuth 10 / Tore: 0:1 (3.) Meier, 1:1 (9.) Blackwater, 1:2 (11.) Kretschmann, 2:2 (31.) Della Rovere, 3:2 Kirsch PS

Dresdner Eislöwen -

Bayreuth Tigers 5:6

(2:2, 0;2, 3:2) "Es war schön zu sehen, dass die Jungs nach so einer Situation so weiterspielen. Wir haben diese Punkte auch für unser Selbstvertrauen gebraucht", so Tigers-Trainer Petri Kujala nach einem Krimi im letzten Drittel, als sein Team am Sonntagabend nach einer 4:2-Führung mit 4:5 in Rückstand geriet und die Partie mit zwei Treffern in den Schlussminuten wendete. "Hauptsache gewonnen", meinte Kujala, der wusste, "dass wir hart arbeiten müssen und waren auch bereit. Bis auf die ersten zehn Minuten im letzten Drittel haben wir das auch gut gemacht." Die Tigers fanden gut ins Spiel. Cabana brachte die Gäste in Führung. Nach dem Ausgleich der Dresdner antworteten die Oberfranken binnen sieben Sekunden mit der erneuten Führung durch Pither. Kälble traf in der 16. Minute zum erneuten Ausgleich für die Sachsen. Drittel 2 gehörte den Tigers, die hier durch Järveläinen und Menner mit 4:2 in Front zogen.

Im spannenden Schlussdrittel drehte Dresden innerhalb von 82 Sekunden mit drei Toren die Partie. Eine Strafe gegen Bindels kurz vor dem Ende schien das Schicksal der Tigers zu besiegeln. Jedoch folgte Knackstedt dem Tigers-Akteur kurze Zeit darauf auf die Strafbank, was den Oberfranken für eine knappe Minute ein Überzahlspiel bescherte. Hohmann staubte zum 5:5 ab, und nur wenige Augenblicke später war es Cabana, der den Siegtreffer für die Tigers markierte. red Strafminuten: Dresden 6, Bayreuth 6/ Tore: 0:1 (4.) Cabana, 1:1 (7.) Knobloch, 1:2 (7.) Pither, 2:2 (16.) Kälble, 2:3 (25.) Järveläinen, 2:4 (33.) Menner, 3:4 (51.) Andres, 4:4 (53.) Walther, 5:4 (53.) Drews, 5:5 (57.) Hohmann, 5:6 (58.) Cabana