Die Neubaubesichtigung des Oberfränkischen Förderzentrums für Schüler mit Körperbehinderungen und wichtige sozialpolitische Themen führten die Bayerische Sozialministerin Emilia Müller in Begleitung des Landtagsabgeordneten Jürgen W. Heike (CSU) auf die Coburger Bertelsdorfer Höhe. Die Staatsministerin bezeichnete den Neubau als wichtige und richtige Maßnahme und größtes soziales Förderprojekt in Oberfranken. Für den hohen Zuschuss von 1,8 Millionen Euro dankten die Vereinsvorsitzenden Ulrich Eberhardt-Schramm und Renate Reißenweber dem bayerischen Sozialministerium herzlich.


Förderung vorgestellt

Neben den schönen neuen Räumlichkeiten stießen die Ausführungen des Konrektors Holger Behr zur konduktiven Förderung nach Petö auf das besondere Interesse der Gäste. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Heilpädagogischen Tagesstätte wurde von Werner Michel mit dem TEACCH-Programm für Kinder mit Behinderungen aus dem autistischen Formenkreis vorgestellt.
Der aktuelle Entwurf des Bundesteilhabegesetzes bedürfe noch wesentlicher Nachbesserungen, um dem Anspruch der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht zu werden, hieß es dabei. Hauptanliegen des Vereins Hilfe für das behinderte Kind war es deshalb - so die Geschäftsführerin Karolin Netschiporenko -, "die Staatsministerin um ihre Einflussnahme zu bitten". Insbesondere die Schwächung der Eingliederungshilfe, die ganz wesentlich für die tägliche Teilhabe von behinderten Menschen ist, und die fehlende Planungssicherheit für die Behinderteneinrichtungen im jetzigen Gesetzesentwurf werden kritisch gesehen.
Die Ministerin nahm die Bedenken ernst, berichtete über ihre intensive Arbeit am Bundesteilhabegesetz und sicherte ihre Hilfe im Bundesrat zu. Kathrin Errico