Niederlage Nummer 23 hat sich der TSV Sonnefeld am Samstag bei der SG Quelle Fürth abgeholt. Am 27. Spieltag in der Landesliga Nordost unterlag die von Heiko Schröder trainierte Truppe mit 1:7 (0:5). Es war bereits das dritte 1:7 in der laufenden Saison. In der Schlussphase gelang den Oberfranken das verdiente Ehrentor, Schütze war der ehemalige Oberlauterer Kreisklassen-Kicker Danny Heider (82.).

Schröder hatte sein Team genau auf die Spielweise der SG Quelle Fürth, den ehemaligen Drittligisten, eingestellt. Aber alles, was vorher besprochen wurde, hatten die Gäste dann wohl in der Kabine gelassen oder auf dem Spielfeld komplett vergessen. So wurden der Tabellenletzte regelrecht überrannt.

Marvin Schimm markierte den ersten Treffer für die Quelle, als er unbedrängt einköpfte (6.). Die Mittelfranken stürmten weiter auf das Gästetor und Sonnefeld wusste sich kaum noch zu helfen. Mit einem Schuss aus 20 Metern erhöhte Lucas Werner auf 2:0 (17.). Nach einer Flanke war es Dennis Reinholz, der zum 3:0 einköpfte (22.). Es schien sich ein Debakel anzubahnen.

Nach einem Foul von Kapitän Sebastian Kunick an Emre Uluca im Strafraum gab es Elfmeter, den Reinholz zum 4:0 verwandelte (25.). Die Gäste verzeichneten ein paar Freistöße, konnten dabei aber keine Torgefahr erzeugen. Kurz vor der Pause noch das fünfte Tor für die Fürther durch Emre Uluca.

Nach der Pause gesteigert

In der Kabine machte Sonnefelds Trainer Schröder seinem Unmut Luft. Mit mehr Mumm kehrte der TSV nun zurück, war ebenbürtig und hatte den Respekt abgelegt. Dennoch konnte die Schröder-Elf nicht verhindern, dass es weitere Torchancen für die Platzherren gab. Aber die Gäste passten nun besser auf, verteidigten zumeist sicher.

Das halbe Dutzend voll machte wiederum Reinholz, der den zweiten Strafstoß nach einem Handspiel von Eugen Wandrai dazu nutzte (62.). Den Schlusspunkt setzte mit einem schönen Schuss erneut Reinholz, der zum Alptraum für den TSV wurde (78.). Damit hatten die Mittelfranken ihr Pulver verschossen. Sonnefeld kam noch zu einem schönen Angriff über die rechte Seite. Asanti Herring hatte vorbereitet, passte von der Grundlinie zurück, wo am kurzen Pfosten Heider lauerte, der abnahm und zum 1:7 einschoss (82.).

Stimmen zum Spiel

Heiko Schröder (Trainer des TSV Sonnefeld): "Mit der Leistung in der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden. Denn es wurde von dem, was wir besprochen hatten, nichts umgesetzt. Quelle Fürth hat so gespielt, wie wir das erwartet hatten. Da war ich richtig sauer. Nach der Pause haben wir es besser gemacht und uns kurz vor dem Ende mit dem Ehrentor belohnt, das schön rausgespielt war."

Serdal Gündogan (Trainer der SG Quelle Fürth): "Hut ab, wie der TSV Sonnefeld die schwierige Situation meistert. Kompliment dafür, denn das ist natürlich nicht einfach." dme