Der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Bamberg solidarisiert sich mit Mechthild Thürmer. Die Äbtissin der Benediktinerinnen-Abtei Maria Frieden Kirchschletten hat bekanntlich über 30 Mal Flüchtlingen Kirchenasyl gewährt und muss sich deswegen vor dem Amtsgericht Bamberg verantworten. Vorwurf: "Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt".

Keine Missachtung des Rechts

Wie es in einer aktuellen Pressemitteilung des Erzbistums heißt, solidarisiert sich der Diözesanrat mit Schwester Mechthild Thürmer, indem er "1. in Anlehnung an die Verlautbarung der bayerischen Bischöfe vom 1. Oktober 2020 in einer öffentlichen Erklärung klarstellt: dass es bei der Gewährung von Kirchenasyl nicht um die Missachtung des staatlichen Rechts geht, sondern allein um den Schutz von Menschen vor akuten und lebensbedrohenden Gefahren.

Zentraler Bestandteil

Dass der Diözesanrat das Engagement für den Schutz bedrohter Menschen vor Gefahren als zentralen Bestandteil praktizierter Nächstenliebe betrachtet. Dass die Berufung auf das eigene Gewissen bei der Gewährung von Kirchenasyl dem ureigenen Selbstverständnis der Kirchen als Nachfolgegemeinschaft Jesu entspricht und darum Akzeptanz braucht. 2. Diese Erklärung dem deutschen und dem bayerischen Innenminister jeweils zukommen lässt mit der Bitte, sich dafür einzusetzen, dass das deutsche Asylrecht dahingehend verändert wird, dass in Zukunft Kirchenasyl nicht mehr notwendig ist." Von evangelischer Seite hat bereits Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm seine Solidarität mit der Äbtissin bekundet. red