Ein Jahr nach der ersten öffentlichen Versammlung trafen sich die Mitglieder des Vereins Solawi Ebermannstadt zu ihrer Hauptversammlung. Die 25 Mitglieder brachten sich dabei auf den neuesten Stand beim Aufbau eines gemeinschaftlichen Gemüsebaubetriebes.

Bürgermeisterin Christiane Meyer richtete eingangs den Blick auf die Entwicklung der Ökomodellregion Fränkische Schweiz. Solawi Ebermannstadt soll Teil dieser Ökomodellregion sein.

Das Vorstandsteam berichtete, dass der Verein auf vielen Arbeitsfeldern gut voran gekommen sei. Zahlreiche Aufgaben, wie Öffentlichkeitsarbeit, Flächensuche und die Erstellung eines Anbauplans wurden wahrgenommen. So war die Solawi bei verschiedenen Veranstaltungen, wie dem Genussmarkt in Ebermannstadt oder dem Etzerla-Festival auf dem Feuerstein vertreten und informierte über die Idee selbst und die Entwicklung des Vereins. Mit einer Crowdfunding-Kampagne und weiteren Veranstaltungen soll der Verein in naher Zukunft noch bekannter gemacht und die Startfinanzierung gesichert werden.

Viel Zeit hatte den Angaben zufolge die Flächensuche und die Suche nach einer passenden Arbeitskraft in Anspruch genommen. Der Verein ist mittlerweile Pächter einer fruchtbaren Ackerfläche, die idyllisch an der Trubach liegt und von Streuobstbäumen gesäumt ist. Seit August wird die Fläche vom Verein bewirtschaftet, auf einem Teil ist bereits Gründüngung ausgesät.

Zwar hat der Verein eine Gärtnerin gefunden, die in Teilzeit ihre Arbeitskraft und ihr Wissen zur Verfügung stellt, dennoch wird noch ein weiterer Gärtner oder eine Gärtnerin gesucht. Für die Mitglieder von besonderem Interesse war natürlich der Anbauplan. Mit kleinen Änderungen fand er breite Zustimmung.

Viele Aufgaben, die bis zum Start im Frühjahr angepackt werden sollen, wurden in den vergangenen Monaten erledigt - etwa der Aufbau eines Gerätehäuschens oder der Bau einer kleinen Tropfbewässerungsanlage, die nach Bedarf Wasser aus einem mobilen Weidefass zu den Kulturen bringt. Auch Aktionen für Kinder sollen organisiert werden.

Mit dem Gefühl, einen guten Schritt weiter gekommen zu sein und ein kleines, aber wichtiges Rädchen eines zukunftsweisenden Projekts mit anzutreiben, ging der Abend für die Solawi Ebermannstadt dem Ende entgegen. red