Ein 40-Jähriger hat den eigenen Vater tödlich verletzt - mit dem Auto. Ein tragisches Unfallgeschehen hat sich am Samstag in einem Stadtteil von Rödental ereignet, bei dem sogar der Verdacht eines Tötungsdelikts besteht, wie das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Coburg in einer gemeinsamen Presseerklärung berichten. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen den 40-Jährigen, am Sonntag erging ein Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann.

Nach derzeitigem Stand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen wollte der 40-jährige Sohn am Samstagabend zwischen 21.30 und 22 Uhr mit seinem Auto aus der Garage des gemeinsamen Wohnanwesens ausfahren. Dabei beschädigte er mit dem Fahrzeug zunächst das Garagentor und erfasste anschließend seinen 69-jährigen Vater in der Hofeinfahrt des Anwesens.

Reanimation war erfolglos

Trotz sofortiger Reanimationsversuche durch aufmerksam gewordene Nachbarn und ein alarmiertes Notarztteam erlag der Mann noch vor Ort seinen schwersten Verletzungen.

Der 40-Jährige verließ zunächst mit dem Fahrzeug das Anwesen und kehrte anschließend zu Fuß zurück, bevor ihn Polizeibeamte festnahmen. Er leistete dabei keinen Widerstand. Das beschädigte Auto hatte der 40-Jährige in der Nähe abgestellt.

Neben den ermittelnden Kriminalbeamten aus Coburg kam auch ein staatsanwaltschaftlich beauftragter Sachverständiger an den Tatort. Gegen den 40-Jährigen erging am Sonntag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlages. Er befindet sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt. red