Das Handwerk in Oberfranken beweist absolute Steherqualitäten. "Die oberfränkischen Betriebe haben im vierten Quartal 2016 das hohe Tempo gehalten und damit den stärksten Jahresabschluss seit 1992 erreicht", freut sich der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken (HWK), Thomas Zimmer, über die hervorragenden Ergebnisse der Konjunkturumfrage im oberfränkischen Handwerk.
Exakt die Hälfte der befragten Betriebe schätzen laut einer Pressemitteilung der HWK die Geschäftslage als gut ein, weitere 38,5 Prozent noch als befriedigend. HWK-Präsident Zimmer: "Die Zahlen zeugen von einer großen Stabilität und Stärke."
Dabei bleibt vor allem der private Konsum Treiber der Konjunktur. Steigende Löhne und günstiges Öl stärkten die Kaufkraft und bescherten dem Handwerk - vor allem in den Bereichen Bau- und Ausbau sowie Lebensmittel - hohe Umsätze. Die Kapazität der Betriebe sank im Vergleich zum dritten Quartal zwar leicht, bleibt aber mit 78,5 Prozent im Mittel immer noch sehr hoch.


Offene Stellen

Und die Zeichen stehen weiterhin auf Optimismus. Wegen der vergleichsweise hohen Auftragsreichweiten von 6,5 Wochen und der insgesamt robusten Handwerkskonjunktur rechnen 41 Prozent der Betriebe weiterhin mit einer guten, weitere 45 Prozent mit einer zumindest befriedigenden Geschäftslage. Entsprechend wird der Bedarf an Fachkräften auch 2017 hoch bleiben und es werden womöglich nicht alle offenen Stellen besetzt werden können.
Erfreulich ist dabei, dass die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge im oberfränkischen Handwerk im Jahr 2016 erstmalig seit zehn Jahren wieder gestiegen ist.


Gute Auslastung

Dank der milden Temperaturen in den letzten drei Monaten stellt sich die Geschäftslage in den Bereichen Bau und Ausbau besonders gut dar. 92,5 respektive 91 Prozent sind mit ihr zufrieden.
Dementsprechend waren die Betriebe auch zum Jahresende gut ausgelastet. Vor allem die Ausbaubetriebe weisen mit einer durchschnittlichen Kapazitätsauslastung von 83 Prozent die höchsten Werte im Branchenvergleich auf.
Bei den Betrieben des gewerblichen Bedarfs zeichnet sich ein ähnlich gutes Bild. Mit einem Zufriedenheitswert von 92,5 Prozent übertreffen die Zulieferer laut der HWK nicht nur das Vorjahresquartal, sondern auch die Geschäftslage der vorherigen Monate um drei Prozentpunkte.
Die Geschäftslage im Kfz-Handwerk ist im Vergleich zu den Vormonaten nahezu unverändert. 83 Prozent der oberfränkischen Kfz-Betriebe sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Vor allem Vertragswerkstätten berichten von einer guten Auslastung im Servicebereich.
Das Weihnachtsgeschäft hat die Nahrungsmittelhandwerke weiter beflügelt und sorgt für eine herausragende Geschäftslage: 94 Prozent sind mit ihr zufrieden, fast zwei Drittel vermelden sogar eine gute Geschäftslage. Dementsprechend haben die Lebensmittelhandwerke auch die höchsten Umsatzsteigerungen aller Handwerkszweige zu verzeichnen. Bei 39 Prozent sind die Umsätze nach oben gegangen. red