Die Stadt Bamberg hat der Bestsellerautorin Tanja Kinkel den "E.T.A.-Hoffmann-Preis 2018" verliehen. Festlich umrahmt von der ihr eng verbundenen "Capella Antiqua Bambergensis", die mit ihrer historischen Musik den passenden Soundtrack zur Preisverleihung lieferte, erklärte die in Bamberg geborene und seit vielen Jahren in München lebende Starautorin und Botschafterin der Weltkulturerbestadt, einmal mehr ihre unverbrüchliche Liebe zu Bamberg.

Liebe für die Heimat

Ihr handschriftlicher Eintrag ins goldene Buch gleicht einer Liebeserklärung: "Wer die heimatlichen Berge nicht liebt, kann auch die fremden Täler nicht lieben. So macht mich Bamberg zur Weltbürgerin." Kinkel ist ein Literatur-Star mit einem unbändigen Drang, immer neue Geschichten und Welten zu recherchieren und zu erschaffen, einem Hang zu Science-Fiction und mit einem ausgeprägten sozialen Gewissen. Ihr bis heute wichtigstes Herzens-Projekt: Gemeinsam mit ihrer Familie und einigen Freunden gründete die Autorin bereits Anfang der 1990er Jahre die Hilfsorganisation "Brot und Bücher".

Ihre Karriere fing bereits mit 19 Jahren mit einem Roman über Lord Byron an. Als Erstlingswerk mit gleich mehr als 40 000 verkauften Exemplaren wurde sie so schnell in den Literaturhimmel katapultiert. Wenig später schrieb sie "Die Löwin von Aquitanien" - über Eleonore, die Frau des englischen Königs Heinrich II., Mutter von König Löwenherz und eine der schönsten, klügsten und machthungrigsten Frauen ihrer Zeit. Erneut kauften Zehntausende den Historienwälzer. Nach Byron und Eleonore folgten ein Roman über die Fugger ("Die Puppenspieler"), ein Roman über das Ende der Maurenherrschaft in Andalusien ("Mondlaub") und ein Werk über Kardinal Richelieu ("Die Schatten von La Rochelle"). Heute sind es rund 20 Romane, zudem hat Tanja Kinkel Jugendbücher, Theaterstücke, Essays und Kurzgeschichten verfasst.

Schreiben ist Schwerstarbeit

Romanschreiben ist bei Tanja Kinkel Schwerstarbeit. Auf die Idee folgen bei ihr stets die Recherchen. In Bibliotheken wühlt sie sich durch Briefe, Nachlässe, Autobiografien, Geschichtsbücher, oft ein bis zwei Jahre lang. Und manchmal setzt sie sich auch wochenlang in eine Jurte in der Mongolei wie während der Recherchearbeit für Manduchai. Das Schreiben jedoch geht ihr dann leicht von der Hand.

Geboren wurde Tanja Kinkel 1969 in Bamberg. Sie ist Mitglied im Präsidium des deutschen Ablegers der internationalen Schriftstellervereinigung PEN. Und sie ist Schirmherrin des Bamberger Literaturfestivals Bamlit. red