Zum Artikel "Fridays for Future mal anders", BR vom 23. Oktober, Seite 13, erreicht uns folgende Zuschrift:

Eigentlich hätte dieser Artikel viel mehr Platz in der Zeitung verdient. Damit Aktivistinnen wie Frau Thunberg, Frau Neubauer oder Frau Reemtsma auch mal lesen würden, wie aktiver und vor allem sinnvoller Klima- und Umweltschutz funktioniert!

Einen Riesenrespekt und ein großes Lob an die Schüler der Schule in Bad Rodach. So stelle ich mir Aktionen für Klima, Umwelt und Natur vor. Man geht mit seinen Lehrern am Freitagmorgen raus in den Wald oder aufs Feld. Vielleicht noch mit einem Fachmann in Person von einem Förster, Waldarbeiter oder Gärtner und pflanzt mal zum Beispiel in vier Stunden Bäume und Sträucher, befreit das Gelände von allerlei Unrat (liegt ja jede Menge herum) oder baut Nistkästen, Insektenhotels und bringt sie im

Freien an. Von 9 bis 13 Uhr - und dann ist Schulschluss. Biologieunterricht live vor Ort vom Allerfeinsten.

Denn nebenbei lernt man auch noch einiges, was viele Kinder und Jugendliche in Sachen Natur leider nicht mehr wissen. Selber aktiv werden. Vor Ort. An der frischen Luft. Sich einfach mal die Hände schmutzig machen. Einmal ein paar Stunden ohne das Smartphone auskommen (funktioniert, wir hatten früher nicht mal eines). Und nicht mit Fahnen, Trillerpfeifen, Megafone und lautstarken Forderungen durch die Städte ziehen (ich möchte nicht wissen, wie viel Abfall nach einer "Fridays for Future"-Demo auf den Straßen landet!).

Ich hoffe, dass viele Schulen dem Beispiel der Bad Rodacher folgen. Und noch ein toller Nebeneffekt entsteht bei solch einer Aktion: Am Abend kann man selbst auf sich stolz sein, etwas für die Natur und damit auch das Klima, getan zu haben. Mal drüber nachdenken!

Frank Preußners

Rugendorf