Keine vier Wochen nach dem Zugspitz-Ultratrail stand Ultraläuferin Simone Gerstmayer erneut an der Startlinie. Beim Wolff-Sports-Ultratrail in Feucht musste sie 88 Kilometer und 1400 Höhenmeter bewältigen. Nach 12:15 Stunden erreichte sie als erste Frau und als Fünfte in der Gesamtwertung (von insgesamt 31 Startern) das Ziel.


Durch Sandachse Frankens

Nach dem Start ging es komplett auf dem Fränkischen Dünenweg in entgegengesetzter Wanderrichtung. Der Weg wurde während der letzten beiden Eiszeiten zwischen dem Pegnitz- und dem Schwarzachtal geformt und ist heute fast überall bewaldet. Er verläuft teilweise durch die Sandachse Frankens über Sanddünen sowie durch Fels- und Flusslandschaften.
Die Strecke führte zunächst auf schmalen und anspruchsvollen Singletrails durch den Wald. Über Moosbach in Richtung Brunn ging es vorbei an Schlössern, Hünengräbern, durch die Röthenbachklamm, eine eindrucksvolle Sandsteinschlucht, und schließlich hoch auf den Moritzberg bei Kilometer 43, der mit 604 Meter der höchste Punkt der Strecke war.
Über den Nonnenberg und Entenberg führten die kleinen Trails mitten hinein in die Dünenlandschaft und durch Buchen- und Kiefernwälder. Weiter ging es Richtung Altdorf, Grünsberg und Schwarzenbruck sowie durch die imposante Wolfsschlucht. Nach der barocken Sophienquelle folgten direkt am Brückkanal entlang die letzten fünf Kilometer, die auch die einzige Asphaltpassage waren, wieder zurück Richtung Feucht.
Die Strecke wurde nicht extra vom Veranstalter markiert, so dass jeder Läufer die Strecke entweder als GPS-Track oder als Karte bei sich führen musste und
anhand dieser die Strecke abzulaufen hatte. Viele Wanderschilder waren aufgrund der Witterung nicht mehr als Wegmarkierung an den Bäumen zu finden. Verlaufen konnte man sich dadurch sehr schnell. Auch gab es nur vier Verpflegungsstellen, so dass man seine Getränke und Nahrung im Rucksack selbst mitführen musste, was bei sonnigen 28 Grad teilweise zu Engpässen führte. red